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Viersen
Weihnachtsmärchen im Winterwunderland

Viersen: Weihnachtsmärchen im Winterwunderland
Drei Stunden lang nehmen die Tänzer das Publikum mit in die Welt der "Eiskönigin". Sie begeistern nicht nur mit ihren Choreografien, sondern auch mit Live-Gesang und schauspielerischem Können. FOTO: Jörg Knappe
Viersen. Seit 40 Jahren zeigt die Tanzschule Fauth vor Weihnachten ein Märchen in der Festhalle. Diesmal sorgten 450 Darsteller für zauberhafte Momente Von Jannetta Janssen

Traditionell entführen die Tänzerinnen und Tänzer die Zuschauer in der Festhalle am dritten Adventswochenende in eine eigene Welt. In eine Welt voller Magie, atemberaubender Kostüme, aufwendiger Bühnentechnik und mit Darstellern, die über ihre Grenzen hinaus gehen. Choreografien mit vielen Hebefiguren, Live-Gesang und schauspielerisches Können gehören zum Weihnachtsmärchen der Tanzschule Fauth dazu. Die Festhalle ist dekoriert mit Schneeflocken, die Zuschauer sind dem Wunsch der Tänzer nachgekommen und haben sich in weiß gekleidet. Hinter der Bühne warten 450 kleine und große Darsteller, die es kaum abwarten können, dass sich endlich der Vorhang öffnet und sie "Die Eiskönigin" insgesamt drei Mal präsentieren dürfen.

Dabei war dieses Märchen bei Saskia Fauth zunächst gar nicht so beliebt. "Ich muss zugeben, ich dachte zuerst, nein, das geht nicht, alles weiß und kalt", sagt die Choreografin und lacht. Doch die Verantwortlichen entschieden sich doch für Elsa und Anna, kürzten die Sprechszenen aus dem Disney-Film auf das Minimum und setzten Akzente durch eigene Ideen und Ansätze. "So hat der Sommer bei uns eine große Bedeutung", sagt Fauth. Olaf (Christian Köhler) steht auf der Bühne unter einer Schneewolke, während um ihn herum der Sommer mit "Hula Hula girls, Eistüten und Urlaubern" einzieht. Drei Stunden gibt es auf der Bühne viel Abwechslung mit Elementen aus dem Ballett, Hip-Hop, Rock'n'Roll, Breakdance, Jazzdance und Showtanz. Elsa (Lara Jean Mika) und Anna (Shirin Dehghan) haben unzählige Auftritte in dem Stück. Seit Monaten leben sie in einer Märchenwelt, wie sie erzählen. "Wir steigen ins Auto, da läuft die Eiskönigin und an Weihnachten haben wir noch gar nicht gedacht", erzählt die 20-jährige Shirin, während ein Mädchen sie nach einem Autogramm fragt. Sie und die 24-jährige Lara spielen auf der Bühne zwei Schwestern. "Im wahren Leben sind wir beste Freundinnen", sagt Lara. Die Hauptdarsteller saßen bereits um sechs Uhr früh für Haare und Make-up in der Maske. Die einzelnen Szenen bieten jede Menge Abwechslung: ein klassischer Balletttanz auf Spitzenschuhen, gefolgt von schnellem Breakdance mit Hip-Hop-Elementen oder Rock'n'Roll in Petticoats und gepunkteten Kleidern mit roter Schleife im Haar.

"Die Liebe zum Detail ist Wahnsinn, da wurde auf jede Kleinigkeit geachtet", sagte eine Besucherin. Sie kommt seit vielen Jahren zu den Aufführungen: "Ich habe das Gefühl, dass sie jedes Jahr noch einen draufsetzen", sagt die Dülkenerin. Seit 40 Jahren zeigt Fauth im Winter ein Weihnachtsmärchen.

Nach der rund dreistündigen Vorstellung will der Applaus nicht enden. Die Zuschauer erheben sich von ihren Sitzen, die Darsteller sind glücklich. Kristoff (Lukas Gendig) bekommt seine Anna, der Elch Sven (Fabian Merks) endlich seine Möhren, Hans (Oliver Stockschläger) wird des Königreichs verbannt und der Herzog von Pitzbühl (Simon Peeters) hat gezeigt, wie viel Kraft in so einem "alten Mann" beim Hip-Hop und Breakdance stecken kann.

Quelle: RP
 
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