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Viersen
Weihnachtsstimmung in Süchteln

Viersen: Weihnachtsstimmung in Süchteln
Rauschebart, Bischofsstab, roter Talar: Der heilige Nikolaus alias Edmund Kreuzner schaute ebenfalls auf dem Weihnachtsmarkt vorbei. FOTO: Busch
Viersen. Am Samstag wurde der erste Weihnachtsmarkt auf Viersener Stadtgebiet eröffnet. Auch der Nikolaus schaute schon mal vorbei Von Ingrid Flocken

"Allen Besuchern viel Spaß und den Einzelhändlern gute Geschäfte" - mit diesen Worten hat Erhard Braun, Vorsitzender des Heimatvereins Süchteln, den diesjährigen Weihnachtsmarkt im Süchtelner Ortskern am Samstag eröffnet. Zuvor hatte Pfarrer Axel Stein von der evangelischen Gemeinde Süchteln, mit einem Weihnachtsstern in der Hand auf die Symbolkraft der Sterne zur Weihnachtszeit hingewiesen.

Der Süchtelner Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr erstmals vom erfahrenen Schausteller Harry Burken organisiert. "Ich wollte wieder eine richtige Weihnachtsatmosphäre in diesen Markt bringen", sagte Burken. Dabei war viel Weihnachtliches im Angebot: handgestrickte Babyschuhe, Socken und Mützen, Krippen und Engelfiguren, Baumschmuck und auch Schmuck für Hals und Handgelenk und viel Leckeres zu essen. "Ich habe schon das zweite Blech mit Krapfen rausgestellt", berichtete Angela Schmitz von Café Kerskens am Sonntagmittag. "Das macht heute so richtig Spaß."

Am Samstag war, auch wetterbedingt, der Andrang nicht so groß, doch die Königsburg meldete vollen Saal beim Gospelkonzert, und Hauptkommissar Wolfgang Vagts und seine Kollegen von der Polizei waren durchaus zufrieden mit der Nachfrage nach Vorsorgemaßnahmen bei Handtaschenraub und Wohnungseinbruch.

Als dann am Sonntag die Sonne die Wolken durchdrang, kamen immer mehr Menschen auf den Markt. Trotzdem waren einige Standbesatzungen nicht so zufrieden: "So richtig geht es noch nicht am ersten Advent. Die Leute kommen meist nur zum Gucken." Und wie sah das am verkaufsoffenen Sonntag in den Geschäften aus? "Hier im Bastelladen könnte mehr los sein", meinte Katja Weinowski. Michaela vom Modegeschäft "Mann-o-Mann" stellte dagegen fest: "Der verkaufsoffene Sonntag lohnt sich für uns immer. Denn dann können wir unsere Stammkunden besser beraten." Sie vermisste die Unterstützung von Werbering und Stadt: "Sogar um die Mülltonnen müssen wir uns diesmal kümmern."

Mit dem Bühnenprogramm waren die meisten Besucher zufrieden, der Basar in der Königsburg fand allerdings wenig Zulauf, ebenso der Basar im Weberhaus: "So schlecht wie diesmal war es noch nie", berichtete Marina Hammes von der Afrikahilfe AWA. "Doch für uns ist weniger der Umsatz als die Öffentlichkeitsarbeit wichtig." Auch Richard Caelers und Uwe Peters erlebten einen tollen Besuch in ihrer Kunstausstellung, während die Ausstellung von VIE 82 und das Programm im Handwerkerdorf weniger Interesse fanden.

Viel Aufmerksamkeit zog ein besonderer Besucher auf sich: Auch der Nikolaus - unter dem Kostüm steckte Edmund Kreuzner - schaute ein paar Tage vor seinem Festtag in Süchteln vorbei, ließ sich auf der Bühne bereitwillig zur Tradition des Nikolausfestes in Deutschland und anderen Ländern interviewen.

Der Erlös des Marktes dient einem guten Zweck: Das Jugendheim EVVA soll renoviert werden.

Quelle: RP
 
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