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Viersen
Weitere 300.000 Euro für die Königsburg

Viersen: Weitere 300.000 Euro für die Königsburg
Das Denkmal Königsburg wird für eine heutige Veranstaltung hergerichtet. Die Sanierung wird mit 300.000 Euro Fördergeld fortgesetzt. FOTO: F.H. Busch
Viersen. Aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm wird die Instandsetzung gefördert. Das beschloss gestern der Haushaltsauschuss des Bundestags. Der Verein Königsburg 2.0 ist begeistert Von Daniela Buschkamp

Freude beim Verein Königsburg 2.0: Seit gestern steht fest, dass die Bundesregierung 300.000 Euro für die weitere Sanierung des denkmalgeschützten Kinos und Festsaals zur Verfügung stellt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat das Geld aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm freigegeben.

Für diese Finanzhilfe eingesetzt haben sich die beiden Bundestagabgeordneten Udo Schiefner (SPD) und Uwe Schummer (CDU). "Ich habe seit langem und wiederholt bei den Entscheidern für das Projekt geworben. Schön, dass es nun zu den Auserwählten zählt", sagte Udo Schiefner gestern nach der Entscheidung. Es habe bundesweit sehr viele Bewerbungen gegeben, die nun nicht berücksichtigt wurden.

"Mich freut, dass auch der Bund dieses Kulturprojekt, das mich sehr beeindruckt hat, anerkennt und fördert", sagt Uwe Schummer. Das Ziel sei es, die Königsburg wieder in einen Treffpunkt für Musik, Lesungen, Tanz und Kino zu verwandeln.

Der Verein hatte vor wenigen Tagen bereits eine Zusage über 100.000 Euro von der Stiftung Denkmalschutz erhalten. "Dies ist ein deutlicher Anschub", sagt Martin Breidenbach, Vorstandsmitglied des Vereins Königsburg 2.0 und Architekt. "Mit einer weiteren Förderung können wir unsere Pläne schneller umsetzen", sagt Breidenbach. Doch die Unterstützung der zahlreichen Ehrenamtler sei weiterhin notwendig, sie werden auch in Zukunft Eigenleistungen erbringen.

Für Martin Breidenbach bildet die Sanierung eine Einheit mit dem ständig wachsenden Kulturprogramm, das auch durch die noch anstehenden Bauarbeiten nicht unterbrochen wird. "Das Gesamtprojekt ,Sanierung Königsburg' besteht aus dem Erleben und Mitgestalten der Vereinsmitglieder", sagt der Architekt. Auch die Veranstaltungen selbst seien eine Motivationsquelle für alle Aktiven: Sie könnten die Fortschritte sehen und erleben, wie das Denkmal wieder mehr mit Leben gefüllt werde.

Zuletzt war das Kinderkino als neues Angebot hinzugekommen. Vorstandsmitglied Cornelia Breidenbach kann sich zudem vorstellen, dass die Sparte Kino in Zukunft differenzierter angeboten wird. "Wir diskutieren zurzeit eine Aufteilung in unterschiedliche Genres wie Klassiker, Historienfilm oder Dokumentarfilm", sagt Cornelia Breidenbach. Nach ihrer Einschätzung "geht der Bedarf in genau diese Richtung".

Die nächsten Arbeitsschritte umfassen Fenster, Fassade, Dach und Dämmung des 1808 errichteten Gebäudes. "Dann werden wir das Gewölbe instandsetzen", kündigt Martin Breidenbach an. Dies sei - wie in der Viersener Festhalle und im Stadtbad - ein Rabitz-Gewölbe: eine Art der Konstruktion, die nahezu beliebige Formen der Decke ermöglicht. Sie besteht aus einem Metallgitter, Metallstangen und Putz. Vor 16 Jahren hatte man versucht, das Gewölbe zu reparieren, so der Architekt. "Dabei war es aber teilweise eingestürzt."

Im nächsten Abschnitt steht das Vorderhaus im Fokus. Außerdem geht es um die Modernisierung der Belüftung, Beleuchtung und Tontechnik.

Quelle: RP
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