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Viersen
"Werkstatt Innenstadt" zeigt Möglichkeiten für Süchteln

Viersen. Rund hundert Teilnehmer entwickelten in vier Arbeitsgruppen verschiedene Szenarien Von Manfred Baum

Süchteln steht vor Veränderungen. Wie diese aussehen sollen, darüber haben rund 100 Bürger in der "Werkstatt Innenstadt" beraten. Nach der Auftaktveranstaltung war der Abend in der Johannes-Kepler-Realschule der zweite Schritt der Perspektivplanung. Zentrale Fragen an diesem Abend waren: Wie kann die Innenstadt zum Wohnen attraktiver werden? Was kann ein Anziehungspunkt sein? Die Anregungen sollen der Stadt sowie dem Planungsbüro Post und Welters bei der Konzeptentwicklung helfen.

Drei Szenarien für die Innenstadt stellten Stadtverwaltung und Vertretern des Planungsbüros zunächst vor, die als Diskussionsgrundlage dienten. Dann wurden die Anwesenden in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt. Dort wurde festgestellt, dass es Dinge gibt, die nicht zu ändern sind. Dazu gehört die Tatsache, dass wegen des Naturschutzes eine Umgehungsstraße nicht zu realisieren ist. Frank Kersbaum, Leiter der Feuerwehr der Stadt Viersen erklärte nachdrücklich, dass die Wehr in der Innenstadt bleiben muss, um die Ankunft am Einsatzort innerhalb von acht Minuten gewährleisten zu können.

Das erste Szenariosieht einen Supermarkt auf dem St.-Florian-Platz und die Königsburg weiter südlich als Kulturzentrum. Durch die Nahversorgung mit bis zu 2500 Kunden pro Tag gäbe es mehr Verkehr. Wohnen wäre nur im Bestand möglich. Im zweiten Szenario könnten einige Stellplätze auf dem St.-Florian-Platz erhalten bleiben. Die Königsburg soll wieder den kulturellen Impuls geben und neue Wohnangebote sollen an der Düsseldorfer Straße realisiert werden. Das dritte Szenario sieht keinen Supermarkt in der Innenstadt vor, die Königsburg wird ein kultureller Magnet und bezahlbarer neuer Wohnraum könnte in der City geschaffen werden.

Die Anregungen der Gruppen waren vielfältig: Man solle sich auf die eigenen Stärken besinnen und kleine Geschäfte im Stadtkern ansiedeln, Leerstände in der City müssten bekämpft werden, war man sich einig. Andere hielten zusätzliche Wohnungen auf dem St.-FlorianPlatz für nicht erforderlich. Teilnehmer Heinz Prost sagte das dritte Szenario am meisten zu, er setzt sich schon seit Jahren dafür ein, dass kein Supermarkt auf den St.- Florian-Platz kommt. "Der Charme unserer kleinen Stadt muss erhalten bleiben", so Prost, der auch die Veranstaltung lobte: "Wir Bürger wurden ernst genommen, unsere Meinung hatte Gewicht." Die Anregungen stellt das Planungsbüro nun in einem Protokoll zusammen. Im Frühjahr soll die Jugend bei der Perspektivplanung beteiligt werden.

Quelle: RP
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