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Viersen
Wirbel um markierte Bäume

Viersen. Stadtverwaltung widerspricht dem Gerücht, dass gekennzeichnete Bäume gefällt werden sollen

Farbige Punkte auf Bäumen, insbesondere in Helena-brunn, sorgen aktuell für Aufregung in sozialen Netzwerken. Unter anderem wird vermutet, diese Markierungen seien ein Zeichen dafür, dass es "wieder zu Fällungen ohne ersichtlichen Grund" kommen wird. Auch wird auf Flugblätter verwiesen, die über angeblich fehlende Transparenz und unberechtigte Fällungen klagen.

Dem widerspricht die Stadtverwaltung Viersen. Rathaussprecher Frank Schliffke weist "diese offenkundig in verleumderischer Absicht insbesondere gegenüber Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) verbreiteten Falschinformationen" zurück.

Laut Auskunft der Stadt sei es richtig, dass in den von der Stadt Viersen bewirtschafteten Waldgebieten Bäume mit farbigen Punkten markiert werden. "Falsch ist, dass diese Bäume gefällt werden sollen", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Punkte würden immer dann aufgetragen, wenn bei der jährlichen Baumkontrolle festgestellt wird, dass an einem Baum Pflegearbeiten erforderlich sind. Da - anders als bei Bäumen an Straßen - bei den Bäumen im Wald eine genaue Standortangabe oft nicht möglich ist, würden die Bäume für die entsprechenden Arbeitstrupps mit auffälligen Farben - meist rot oder orange - gekennzeichnet.

Nach der Baumpflege - sehr häufig ist beispielsweise die Entfernung von Totholz - werde der auffällige Punkt mit schwarzer Farbe übermalt. Damit werde klar, dass an diesem Baum derzeit keine Pflegemaßnahmen mehr erforderlich seien.

Laut Frank Schliffe sei es auch richtig, dass in Viersen in den auf dem Flugblatt genannten Bereichen Bäume gefällt wurden, ohne dass die Stadt Viersen diese Fällungen angekündigt habe. "Falsch ist, dass die Stadt Viersen damit ihrer Zusage der Transparenz bei Baumfällungen nicht nachgekommen ist oder der Zusage nicht nachkommt", so Schliffke. "Richtig ist: Bei den in dem Flugblatt beschriebenen Bäumen handelt es sich nicht um städtische Bäume oder Bäume aus dem Einflussbereich der Stadt." Dies sei im Zusammenhang mit den Fällungen bereits zeitnah und eindeutig von der Stadt kommuniziert worden. Die falsche Behauptung, die Stadt Viersen sei ihren eigenen Zusagen nicht nachgekommen, werde, so Schliffke, nicht dadurch wahrer, dass die Verleumdungen mit zeitlichem Abstand wiederholt werden. "Die Verbreiter der Behauptungen setzen offensichtlich darauf, dass viele der Leser den Sachverhalt seinerzeit entweder nicht wahrgenommen oder die korrekten Abläufe bereits vergessen haben." Dabei schreckten die Verbreiter auch nicht davor zurück, wider besseres Wissen einzelne Personen namentlich zu benennen mit dem Ziel, diese in der Öffentlichkeit herabzuwürdigen, so der Stadtsprecher.

Quelle: RP
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