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Viersen
Wo das Bier noch im Keller gebraut wird

Viersen. "Altbier ist im Trend", sagt Willi Schmitz, Wirt und Braumeister von Schmitz Mönk im Zentrum von Willich-Anrath. Während es oben in den gemütlichen, alpin getäfelten Gaststuben noch ruhig ist, wird unten im Keller Bier gebraut.

Was wird in Anrath gebraut?

In Anrath werden im Laufe des Jahres vier Sorten Bier gebraut. Mit 70 Prozent steht das Altbier mengenmäßig vorne. Jeweils 15 Prozent entfallen auf ein Weizen und auf das naturtrübe Kellerbier. Im Frühjahr wird ein Starkbier mit 18 Prozent Stammwürze ausgegeben. An der Jakob-Krebs-Straße werden so 100.000 Liter Bier gebraut. Das ist für Hausbrauereien nicht viel.

Was ist das Besondere?

Es wird ein Bier gebraut, das mit 13,4 Prozent Stammwürze etwas stärker ist als gängige Biere im Supermarkt. Mehr Gerste macht es geschmackvoller.

Was hat sich geändert?

Früher wurde von 8 bis 16 Uhr gearbeitet, und die Männer tranken ihr Feierabendbier in der Kneipe. Heute hat sich das Verhalten total gedreht. Bier wird eigentlich nur noch zwischen 16 und 20 Uhr getrunken. Auch die Küche ist heute weitgehend auf zwei Stunden am Abend konzentriert. Der Frühschoppen hat ausgedient, den legendären Stammtisch gibt es kaum noch. Das Rauchverbot hat die Kneipenkultur arg getroffen, und abends um 22 Uhr ist auch im Sommer Schluss. Heute dürfen Männer im Café sitzen und eine Tasse Kaffee trinken. Vor zehn und mehr Jahren hätten sie das noch als unmännlich abgetan.

Wer ist noch da?

Jung und Alt und Menschen, die das gesellige Beisammensein mögen.

Wann ist geöffnet?

Schmitz Mönk in Willich-Anrath an der Jakob-Krebs-Straße 28, sonntags, montags, mittwochs 10 bis 14 Uhr und 16 bis 23 Uhr, donnerstags,-freitags, samstags 16 bis 23 Uhr.

(hb)
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