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Viersen
Wo die Männer Röcke tragen — Scottish Mayday

Viersen. Dudelsackklänge, schottische Trommler, Kilts und Whiskey gab's jetzt für die Besucher in Süchteln Von Janetta Janßen

Die Besucher sind begeistert von dem Bühnenprogramm der "Scottish Mayday Süchteln" auf dem Gelände der Bauhöfe Schnäbler. "So viele coole, schottische Bands, das macht richtig Spaß", sagt Ralf Bongert. Er ist ein Großbritannien-Fan und wippt zum Takt der "Isle of Cumbrae Pipe Band" aus Schottland mit. An den Ständen gibt es nicht nur verschiedene Whiskey-Sorten zu probieren. Andrew Helfert bietet an seinem Stand Schottenröcke in allen Variationen zum Kauf an. Für so manchen Besucher ist der Kauf eines Kilts das erste Mal.

Ralf Bongert gefällt sich im rotschwarz-karierten Kilt. "Der Schlitz ist beim Mann auf der rechten Seite, beim Frau auf der Linken", erklärt der Schotte Andrew Helfert. Ein ganzes "schottisches Outfit" kann mehr als 800 Euro kosten. So viel möchte Ralf Bongert nicht ausgeben, aber er ist bereit, für den Schottenrock 37 Euro zu zahlen.

Der Veranstalter, die Band White Hackle Pipes & Drums, erwartet bis zu 2500 Besucher über den ganzen Maifeiertag verteilt. Nach dem Aus für die jährlichen Süchtelner Highland Games sind die Besucher froh, dass es Veranstaltungen wie diese gibt: "Strahlender Sonnenschein, traditionelles Essen, freier Eintritt und es gibt sogar Whiskey", sagt Marijke Engert und lacht. Sie freute sich besonders auf den irischen Volkssänger Mark Bennett, der im vergangenen Jahr nicht dabei sein konnte. Weitere Musikdarbietungen kamen vom Veranstalter selbst und den Bands The Earls, den Bon(n) Roses, und den McArthur Dancers aus Münster.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Darbietung der Massed Band, die aus hundert Dudelsackspielern und schottischen Trommlern besteht. "Über den ganzen Tag wird Musik gespielt mit nur kurzen Pausen zwischendurch", sagt Jürgen Hölters, Eventdirektor der White Hackle Pipes & Drums. Er selbst spielt seit seinem 15. Lebensjahr Dudelsack, auch seine drei Kinder sind der schottischen Musik verfallen. "Sie spielen auch in der Band", so Hölters. Für die kleinen Besucher gab es neben einer Hüpfburg Zuckerwatte und jede Menge Popcorn.

Quelle: RP
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