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Viersen
Wo Viersens Flüchtlinge herkommen

Viersen: Wo Viersens Flüchtlinge herkommen
Flüchtlingsfest in Viersen FOTO: Busch Franz-Heinrich sen.
Viersen. Der Fall einer abgeschobenen albanischen Familie hat in Viersen für Diskussionen gesorgt. Der Anteil der in der Stadt untergebrachten Flüchtlinge, die aus "sicheren Herkunftsländern" stammen, sank seit Jahresbeginn von 18 auf 11 Prozent Von Martin Röse

Die Rückführung der Flüchtlinge in von der Bundesregierung als "sichere Herkunftsstaaten" eingestufte Länder ist seit Jahresbeginn in Viersen stark vorangeschritten. Waren zu Jahresbeginn noch 217 Flüchtlinge aus Albanien, Kosovo, Serbien, Makedonien, Bosnien-Herzegowina und Ghana untergebracht, sind es Stand gestern nur noch 106. Mehr als jeder zweite Flüchtling aus einem so genannten sicheren Herkunftsland hat Viersen in den vergangenen Monaten demnach verlassen - entweder freiwillig oder, wie im Fall einer dreiköpfigen albanischen Familie in der vergangenen Woche, unfreiwillig.

Insgesamt sind aktuell 971 Flüchtlinge in Viersen untergebracht - gegenüber dem Jahresbeginn ein Rückgang um mehr als 20 Prozent. Die meisten der Flüchtlinge stammen aus Syrien (405), Afghanistan (121) und Irak (77) - ihnen bietet Deutschland Schutz. In Viersen sind aber auch Flüchtlinge aus Albanien (43, gegenüber 99 zu Jahresbeginn), Kosovo (25, Jahresbeginn: 40), Serbien (12, Jahresbeginn: 37), Makedonien (11, Jahresbeginn 24), Ghana (9, Jahresbeginn ebenfalls 9), Bosnien-Herzegowina (5, Jahresbeginn: 7). Auch ein Flüchtlingskind aus dem sicheren Herkunftsland Spanien ist derzeit in Viersen untergebracht; Hintergrund: Die Mutter stammt aus Nigeria. 841 Personen erhalten aktuell Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz; weitere 127 wurden als Asylanten anerkannt. Sie erhalten Grundsicherung für Arbeitssuchende. Zu den Flüchtlingen zählen auch 50 unbegleitete Minderjährige, die allesamt in Jugendhilfeeinrichtungen, Wohngruppen oder Pflegefamilien untergebracht sind. Bei bundesweit gleich bleibenden Flüchtlingszahlen werden Viersen in den nächsten Monaten keine Asylbewerber zugewiesen.

Quelle: RP
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