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Viersen
Wo Viersens Schulen noch Baustellen haben

Viersen: Wo Viersens Schulen noch Baustellen haben
Björn Nemak, Stadt Viersen, Jan Düllmann (v.l.) und Renè Schlotbohm (hinten) von der Firma Rheinland Solar begutachten die neue Photovoltaik-Anlage der Anne-Frank-Gesamtschule. Der Kanal wird im Herbst erneuert. FOTO: Jörg Knappe
Viersen. Für rund 550.000 Euro sollten in den Sommerferien Schulen in Viersen saniert werden. Verbaut wurden aber nur 124.500 Euro. Ein Überblick Von Nadine Fischer

Die Lehrer hatten die Zeugnisse eben erst verteilt, da meldete Stadtsprecher Frank Schliffke: "Die Stadt Viersen nutzt die Sommerferien für Arbeiten an Schulgebäuden, die sich während des laufenden Schulbetriebs besonders störend auswirken würden." Geschätzt 550.000 Euro wollte die Verwaltung dafür ausgeben, größter Einzelposten: Das Dach der Anne-Frank-Gesamtschule an der Lindenstraße sollte für rund 319.000 Euro saniert werden. Doch daraus wurde nichts. Auch andere Bauprojekte wurden verschoben. Ein Problem: "Wir können erst ausschreiben, wenn der Haushalt genehmigt ist. Das ist eine rechtliche Vorgabe", sagt Schliffke. Und dann sei es nun mal schwierig, Unternehmen zu finden, deren Auftragsbücher für den Sommer noch nicht voll sind.

Anne-Frank-Gesamtschule "Der Auftrag an das Dachdeckerunternehmen ist vergeben", berichtete Schliffke noch vergangene Woche. "Die Arbeiten mussten verschoben werden, da das Unternehmen aufgrund der Auftragslage nicht früher beginnen konnte." Doch nicht nur das: Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass der Bau an der Lindenstraße insgesamt marode, der Brandschutz mangelhaft ist. Die 627 Schüler müssen voraussichtlich ab Februar 2018 für etwa ein Jahr andernorts unterrichtet werden. Geplant war außerdem, am Standort Rahserstraße in den Sommerferien für rund 90.000 Euro den Kanal zu sanieren. "Keins der Unternehmen, die sich für die Arbeiten beworben hatten, hatte in den Ferien Kapazitäten frei", sagt Schliffke. Jetzt sei der Auftrag erteilt, in den Herbstferien sollen die Arbeiter anrücken. Immerhin: Die neue Photovoltaik-Anlage (68 Kilowatt Nennleistung) am Standort Rahserstraße ist wie geplant seit den Ferien installiert und in Betrieb. Kosten: 5000 Euro.

Realschule an der Josefskirche Die Abluftanlage der Chemieschränke sollte für rund 15.000 Euro um ein Lüftungsrohr ergänzt werden - auch daraus wurde nichts. Schliffke: "Im Vergabeverfahren zeigte sich, dass keines der beteiligten Fachunternehmen Kapazitäten hatte, die Arbeiten in den Sommerferien auszuführen." Deshalb sind sie auf die Herbstferien verschoben.

Hauptschule Süchteln Wie die Anne-Frank-Gesamtschule hat die Hauptschule Süchteln planmäßig seit den Sommerferien eine Photovoltaik-Anlage (40 Kilowatt) auf dem Dach. Elektroarbeiten und Installation kosteten 5000 Euro.

Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium Seit Anfang August wird die Kesselanlage für die Turnhalle Löh und das Gebäude II des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums erneuert. Kosten: 92.000 Euro. "Die Sanierung wird wie geplant in der 38. Kalenderwoche abgeschlossen", sagt Schliffke - zwischen 18. und 24. September.

Brüder-Grimm-Schule Vorgesehen war, dass Räume des Offenen Ganztags der Brüder-Grimm-Schule in Süchteln während der Sommerferien für rund 9500 Euro mit schalldämpfenden Materialien ausgestattet werden. Die Stadt konnte den Zeitplan einhalten, der Schallschutz ist eingebaut.

Primusschule Ebenfalls abgehakt: In der Aula der Primusschule ließ die Stadtverwaltung neuen Schallschutz anbringen. Dafür gibt sie 9000 Euro aus.

Grundschule an der Zweitorstraße Für rund 25.000 Euro sollte an der "Zweitorschule" der Schall gedämpft werden - das solle nun erst in den Herbstferien passieren, sagt Schliffke.

Paul-Weyers-Schule In den Klassenräumen im Altbau der Paul-Weyers-Schule hingen bis vor ein paar Wochen Leuchtstoffröhren. "Sie wurden entfernt und durch energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt", berichtet Schliffke. Kosten: 4000 Euro.

Quelle: RP
 
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