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Kreis Viersen
Wo Wohnen teurer wird

Kreis Viersen. Gemessen an der Haushaltskaufkraft müssen im Kreis Viersen Mieter in Viersen und Brüggen am tiefsten in die Tasche greifen. Am günstigsten wohnen Mieter in Willich und Schwalmtal. Im vergangenen Jahr zogen die Preise nur leicht an Von Martin Röse

Im Kreis Viersen haben sich die Mieten zwischen April 2015 und März 2016 nur wenig verteuert. Die Vermieter verlangten in diesem Zeitraum mit durchschnittlich 6,26 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter und Monat 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus dem LEG-Wohnungsmarktreport 2016 hervor, den das Wohnungsunternehmen in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen CBRE vorlegte. Im Kreis Viersen wurden dafür im Zeitraum von zwölf Monaten mehr als 2900 Mietangebote in Mehrfamilienhäusern erfasst und ausgewertet.

Auch im teuersten und günstigsten Zehntel aller angebotenen Wohnungen gab es je nur wenig Bewegung. Hochpreisige Mietwohnungen wurden im Mittel mit 8,90 Euro 0,5 Prozent günstiger angeboten, günstige Wohnungen um 1,0 Prozent teurer für durchschnittlich 4,65 Euro pro Quadratmeter und Monat. In der mittleren und günstigen Preisklasse lagen die Mieten im Kreis Viersen in etwa auf Augenhöhe mit dem Landesdurchschnitt. Im Mittel verlangten die Mieter in NRW 6,38 Euro pro Quadratmeter und Monat, bei günstigen Wohnungen waren es im Schnitt 4,44 Euro. Hochpreisige Wohnungen kosteten im landesweiten Durchschnitt mit 11,98 Euro pro Quadratmeter und Monat deutlich mehr.

Die höchsten mittleren Angebotsmieten im Kreis verzeichnete die Stadt Kempen mit 7,06 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das teuerste Zehntel der Wohnungen wurde dort im Mittel für 9,91 Euro pro Quadratmeter angeboten. Das war ebenfalls der Maximalwert im Kreis. Kempen überraschte auch mit dem kreisweit günstigsten Zehntel der Angebote mit durchschnittlich nur 4,15 Euro pro Quadratmeter. Solche hohen Preisspannen sind eher für Großstädte typisch. Willich erreichte mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 6,94 Euro pro Quadratmeter Platz zwei unter den teuersten Mieterstandorten des Kreises.

In Viersen, dem mit mehr als einem Drittel aller Mietangebote größten Wohnungsmarkt des Kreises, bewegten sich die durchschnittlichen Angebotsmieten je nach Stadtviertel zwischen 5,60 Euro bis 6,13 Euro pro Quadratmeter auf vergleichsweise günstigem Niveau. Der Anteil, den die Mieterhaushalte von ihrer Kaufkraft für die Warmmiete zurücklegen mussten, war in Teilen der Stadt Viersen (PLZ 41747) und in Brüggen mit 20,8 und 20,4 Prozent am höchsten. In Viersen war es die mit 3259 Euro vergleichsweise geringe Haushaltskaufkraft, die zu dieser hohen Wohnkostenquote führte. In Brüggen gaben die höheren Mieten und die im Schnitt deutlich größeren Wohnungen den Ausschlag. Schwalmtal erreichte mit 16,7 Prozent den aus Mietersicht zweitbesten Wert im Kreis.

Im gesamten Kreis Viersen lag die Wohnkostenquote bei 18,0 Prozent (NRW: 18,2 Prozent). Die durchschnittliche Haushaltskaufkraft war im Kreis Viersen mit 4005 Euro dagegen deutlich überdurchschnittlich (NRW: 3752 Euro).

Quelle: RP
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