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Niederkrüchten
Wohin mit dem neuen Rettungswagen?

Niederkrüchten: Wohin mit dem neuen Rettungswagen?
Dieser 196 PS starke Rettungswagen wurde im August geweiht und in Dienst gestellt und steht in Heyen. Der Rettungsdienstbedarfsplan sieht allerdings einen weiteren Rettungswagen für die Schwalmtaler Rettungswache vor. Für diesen zusätzlichen Wagen müsste in Heyen angebaut werden. FOTO: : Kreis Viersen
Niederkrüchten. Für die fünf Rettungswachen im Kreis Viersen liegt ein neuer Bedarfsplan vor. Fazit: Es müssen mehr Rettungswagen her. Ein Fahrzeug ist für die Schwalmtaler Wache vorgesehen, die einen Standort in Waldniel und einen in Heyen hat Von Heike Ahlen

Die Schwalmtaler Rettungswache soll einen zusätzlichen Rettungwagen erhalten. Das sieht der neue Rettungsdienstbedarfsplan vor, den der Kreistag im Juli verabschiedete. Unklar ist bislang, wo das neue Fahrzeug stationiert wird. Denn die Schwalmtaler Wache hat zwei Standorte: einen neben dem ehemaligen St.-Antonius-Hospital in Waldniel, einen in Heyen an der B221.

Die Niederkrüchtener CDU wartet, wie andere Politiker im Kreis Viersen auch, derzeit gespannt auf ein Gutachten, das der Kreis im August in Auftrag gegeben hat. Es soll klären, ob es sinnvoller ist, an einen bisherigen Standort anzubauen oder einen neuen Standort zu finden. Denn an den bestehenden Rettungswachen im Kreis Viersen sind alle Stellplätze durch die vorhandenen Rettungsfahrzeuge belegt. Kommen weitere Wagen hinzu, muss über An- oder Neubauten gesprochen werden.

Sollte das Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass es sinnvoll wäre, für die Dependance Heyen einen anderen Standort zu finden, dürfe dies nicht zu Nachteilen für die Bürger in Niederkrüchten führen. Das fordert die Niederkrüchtener CDU. Sie hat bereits einen Antrag auf den Weg gebracht. Die Verwaltung möge zeitnah berichten, wenn das Ergebnis eines Gutachtens vorliegt.

Im Kreis Viersen gibt es fünf Rettungswachen. Zur Versorgung des Westkreises gibt es die Wache Schwalmtal mit den Standorten in Waldniel und in Heyen. Wie bei den vier anderen Wachen auch ist die Zahl der Einsätze für die Schwalmtaler Wache zwischen 2014 und 2016 gestiegen - im ersten Jahr um mehr als 7,5 Prozent, im zweiten noch um mehr als fünf Prozent. Auch die Zahl der Notarzteinsätze nimmt zu, 2016 gab es 2,9 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr.

Seit 1. Juli gibt es einen neuen Rettungsdienstbedarfsplan. Darin heißt es, dass statt bislang 13 Rettungswagen künftig 17 erforderlich sind. Jeweils ein zusätzlicher Wagen ist für die Schwalmtaler Wache sowie für Viersen, Kempen und Nettetal geplant. Diese Wagen fehlen den Berechnungen zufolge im Tagdienst zwischen 7 und 20 Uhr. Bei den Berechnungen werden statistische Werte für die Wahrscheinlichkeit zugrunde gelegt, dass in einem Einzugsbereich gleichzeitig mehr Rettungswagen benötigt werden, als vorhanden sind.

Mit Hilfe eines Gutachtens soll die Zukunft des Rettungsdienstes im Kreis Viersen ein neues "zukunftsfähiges" Konzept erhalten. Ein wichtiges Ziel dabei ist die Einhaltung der Hilfsfristen: Innerhalb von acht beziehungsweise zwölf Minuten nach Alarmierung muss ein Rettungswagen am Einsatzort eintreffen - und zwar in 90 Prozent der Fälle. Das ist bislang noch gewährleistet. Den Antrag auf das Konzept verabschiedete der Kreistag gleich mit dem neuen Rettungsdienstbedarfsplan im Juli. Das entsprechende Gutachten dazu hat der Kreis im August in Auftrag gegeben - und wartet jetzt auf die Ergebnisse. Erst danach wird über An- oder Neubauten, über alte oder neue Standorte gesprochen werden können.

Quelle: RP
 
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