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Brüggen
Wohngebiet soll Brachter Ortskern beleben

Brüggen. Insgesamt 27 Einzel- und Doppelhäuser entstehen im Angenthoer am Rand von Bracht. Vor allem junge Familien mit Kindern siedeln sich dort an. Für die Gemeinde ist das ein wichtiger Schritt, der Schulen und Kita-Plätze sichert Von Birgit Sroka

Das letzte Stück des Gebiets Angenthoer wird für den Bau von Einfamilienhäusern vorbereitet: Am Hollenberg haben die Arbeiten zur Erschließung des Baugebietes "Irisweg" begonnen. Ende der 50er-Jahre befanden sich auf dem Gebiet noch Waldparzellen, die gerodet wurden. Die Fläche wurde dann als Ackerland genutzt, erinnert sich SPD-Ratsmitglied Gottfried Optenplatz. Ende der 60er-Jahre wurde der Acker als Bauland ausgewiesen, damit der Straßenbaulastträger die Gestaltung des Lärmschutzes der damals neu gebauten Umgehungsstraße übernimmt. "Die Entscheidung, eine Satellitenstadt in der Nähe von Bracht entstehen zu lassen, war nicht unumstritten", blickt Optenplatz zurück.

Was lange währt, wird endlich gut. Angenthoer wächst und nun wird auch die letzte Fläche bebaut. Im September soll die neue 200 Meter lange Straße, die das Baugebiet anbinden wird, fertig sein, so dass dann mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Drei Stichstraßen werden zu den freistehenden Einfamilienhäusern führen.

Vermarktet wird das Neubaugebiet durch das Immobilienvermittlungsunternehmen VBN Immobilien Schwalm-Nette KG aus Brüggen, dessen Geschäftsführer Lothar Bloemers und Harald Poos sind. Bis Ende September sollen die Kanal- und Straßenarbeiten fertig sein, anschließend beginnt auf dem 12.000 Quadratmeter großen Gelände die Bebauung mit 27 Einzel- und Doppelhäusern.

22 der 27 Grundstücke sind bereits verkauft. Der Großteil der Käufer kommt aus Brüggen selbst oder aus der näheren Umgebung. "Ein solches Baugebiet können Sie als Initiator nur gut abschließen, wenn Sie einen guten Rückhalt aus der Gemeinde haben", beschreibt Poos und lobt die Zusammenarbeit mit der Gemeinde als kooperativ und zielgerichtet.

Bürgermeister Frank Gellen (CDU) freut sich bei dem obligatorischen offiziellen ersten Spatenstich, dass auch der Ortsteil Bracht von dem Neubauvorhaben profitiert. "Wir wachsen. Es werden hier also zukünftig auch mehr Kindergarten-Plätze benötigt." Er geht davon aus, dass vor allem durch hier bauende junge Familien mit Kindern der Kindergarten Schleveringhoven eine zweite Gruppe eröffnen könnte. Der Kindergarten ist fußläufig sicher zu erreichen. "Durch den Zuwachs können wir auch den Bestand der Brachter Schulen sichern", ergänzt Optenplatz.

Auf dem Gelände haben die künftigen Bauherren beim Design ihres Hauses zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Die Grundstücksgrößen variieren zwischen 408 und 660 Quadratmetern. Der Preis liegt bei voller Erschließung zwischen 149,50 und 157,50 EUR je Quadratmeter.

Erschlossen wird das Baugebiet von der Straße "Am Hollenberg" aus. Von dort führt die neue Straße "Irisweg" etwa 180 Meter nach Osten, knickt einmal ab und endet dann an der Straße "Angenthoer". Den Bau der neuen Straße übernimmt die Tiefbaufirma Meertz GmbH aus Nettetal. Bezugsfertig sollen die ersten Häuser im Sommer 2017 sein.

Die am Rande von Bracht steigende Einwohnerzahl wird zu einer Belebung des Brachter Ortskerns führen, hofft Bürgermeister Gellen. Schön ist, dass jetzt auch endlich die Umsetzung des Brachter Dorfinnenentwicklungsplanes voranschreitet.

Verzögert wurde das Vorhaben durch sehr spät entschiedene Förderrichtlinien des Landes, die für eine Finanzierung der Maßnahmen - beispielsweise der Umgestaltung des Vorplatzes des ehemaligen Rathauses - mit in Anspruch genommen werden sollen. Wenn dann die neuen Bürger aus Angenthoer nächstes Jahr den Brachter Ortskern besuchen, könnte dort einiges viel attraktiver aussehen.

Quelle: RP
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