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Viersen
Wunschliste für den Alten Markt

Viersen. Rund 40 Bürger machten Vorschläge zur Umgestaltung der Dülkener Mitte. Gastronomie, Möblierung und Wochenmarkt waren einige der Themen. Zwei Ergebnisse konnten festgezurrt werden Von Ingrid Flocken

Am Alten Markt scheiden sich die Geister: Die einen wollen weniger Leben dort, die anderen hoffen auf mehr Zulauf, vor allem die Gastronomen. So war Stephan Aldenkirchs vom Bereich Stadterneuerung zufrieden, dass trotz Regens rund 40 Anwohner, Geschäftsleute, Lokalpolitiker und Pfarrer Jan Nienkerke gekommen waren, um mit ihm den Raum "Alter Markt" und "Kirchplatz" auf Verbesserungen zu untersuchen. Der geplante Rundgang fiel aus, mit Regenschirmen war es zu ungemütlich.

Mit Technischer Beigeordneter Beatrice Kamper, Landschaftsarchitekt Christian Ewers und Wolfgang Haensch von der Cima skizzierte Aldenkirchs den Ablauf. Aufenthaltsqualität, Gestaltung, Möblierung und Lichtkonzept, Veranstaltungen, Wochenmarkt, Gastronomie und Geschäfte sowie Erschließung und Erreichbarkeit waren die Themen. "Wir haben keine konkrete Planung in der Schublade, wir wollen frühzeitig alle in die Planungen miteinbeziehen", so Aldenkirchs. Die Besucher teilten sich in drei Gruppen auf und listeten auf, was erhalten und was in den nächsten drei Jahren geändert werden sollte.

Nach einer halben Stunde im Regen gingen es zur Diskussion in die Volksbank. Dabei gab es Anregungen zu den viel zu eng stehenden Bäumen an der Kirche, die eine Nutzung bei den Veranstaltungen oft unmöglich machten. Durch die zu hohen Baumscheiben sind sie außerdem nicht mehr gesund - hier plädierten die meisten für Fällung und Neupflanzungen.

Kirmes- und Wochenmarkt-Beschicker lieferten sich dann eine erregte, aber sachliche Diskussion: Die Schausteller verzichten auf den Mittwoch, so dass der Wochenmarkt nur am Kirmessamstag ein Ausweichquartier benötigt. Ein Thema war die Befahrbarkeit des Marktes: Während der halben Stunde, in der die Bürger am Brunnen standen, fuhren zehn Autos dort unerlaubt. Hier sollte mehr kontrolliert werden, auch wegen der Gefahren für die Radler, so ein Wunsch. Für den Bus sollte eine Spur während der Kirmes zur Verfügung stehen, so ein Vorschlag: "Es geht nicht, dass der ÖPNV eine Woche lang den Alten Markt nicht anfährt."

Die Gastronomen am Alten Markt dürfen während der Kirmes keine Stühle draußen aufstellen - auch dies war ein Thema. Pfarrer Jan Nienkerke war zufrieden, dass das für die Pfarrkirche St. Cornelius begonnene Lichtkonzept nun fortgesetzt werden soll.

Zum Abschluss der Veranstaltung waren sich alle einig, dass der Alte Markt mit seinem historischen Ambiente ein echter Schatz ist, aber nicht immer - bei Regen und Sonnenschein, im Sommer und Winter - gleichmäßig belebt sein kann. Doch alle waren sich auch einig, dass die bestehenden Konflikte zwar nicht "weggezaubert", aber doch für alle zufriedenstellend gelöst werden können. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung nahmen alle Anregungen mit und werden sich wieder in Dülken zu Wort melden.

Quelle: RP
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