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Viersen
Zahlreiche Kunden bei der Süchtelner Vielfalt

Viersen: Zahlreiche Kunden bei der Süchtelner Vielfalt
Bücher aus allen Genres, französische Spezialitäten und eine Kunstausstellung lockten zahlreiche Kunden nach Süchteln. FOTO: busch
Viersen. Käse und Seifen beim Französischen Markt, Bücher aller Art und Kunst im Weberhaus: Die "Süchtelner Vielfalt" bot Abwechslung. Auch die Händler waren mit dem Sonntagseinkauf zufrieden Von Ingrid Flocken

So vielfältig wie das Süchtelner Stadtfest war auch das Wetter. Am Samstag waren vorsichtshalber einige Buchhändler erst gar nicht gekommen und entgingen so dem heftigen Regen am Nachmittag. "Wir haben alles reingeräumt, uns in der Spielecke getrocknet und einen Cappuccino getrunken", erzählt Kindermoden-Inhaberin Gaby Treichel. Mussten am Samstag noch Besucher flüchten, so kamen am Sonntag doch viele wieder.

Holger Keller konnte als Vertreter des Citymanagements zufrieden sein. Die Stadtverwaltung unterstützte den Werbering Viersen aktiv in der Organisation der Veranstaltung, deren "Französischer Markt" bereits am Freitag begonnen hatte. Er zeigte sich zufrieden über den "guten Besuch" der "Süchtelner Vielfalt".

Bereits zur Mittagszeit bei viel Sonne schoben sich die Menschen dicht gedrängt über den Lindenplatz. Viele nutzten die Gelegenheit und kosteten die leckeren Käsesorten der französischen Händler. Auch die landestypischen Seifen waren begehrt und mancher Gast balancierte einen riesigen Flammkuchen vor sich her zu einem der vielen aufgestellten Tische.

Reges Treiben herrschte auch an den Büchertischen, Lektüre für Kinder und Reiseführer interessierten dort die meisten Kunden. Taschenbücher und hochwertige Klassiker gingen weniger. Gestern Mittag hatte Jutta Frings dann die ersten Besucher. Ihr kleiner Sohn Matthias zeigte schon recht erfahren, wie man Papier schöpft. Dazu nutzte er eine Wanne mit eingeweichtem Papier und schuf daraus mit den anderen dekorative Bilder.

Norbert Lennartz bot schon zum dritten Mal in Süchteln seine Bücher zum Verkauf an. Der Antiquar ist der Ansicht, dass das "Papierbuch" nie verschwinden wird. Das Taschenbuch werde immer noch gerne als Urlaubslektüre gekauft und dann einfach am Ferienort entsorgt. "Der Philo-Soph", wie er sich selber nennt, freut sich über jeden, der in seinen Büchern blättert.

Viel los war nicht nur am verregneten Samstag, sondern auch am sonnigen Sonntag im Weberhaus. Wer die Ausstellungen der Viersener Kunstszene schon öfter besucht hat, stand diesmal völlig überrascht vor den zum Teil surrealistisch anmutenden Werken, vor Comic-Zeichnungen, kleinen und auch größeren Figuren aus Ton oder Holz. "Mein Thema diesmal war die Vergänglichkeit", erläutert Hannelore Sontowski. Wie sie arbeitet: Eine riesige Wurzel wird erst fotografiert und dann expressionistisch gemalt. "Die Ideen entstehen manchmal einfach beim Hinsehen", meint Sontowski. Die Ausstellung, die sich auf das Weberhaus beschränkte, moderierte Richard Caelers. Er machte nicht nur die teilnehmenden Künstler untereinander bekannt, sondern stellte sie auch den Besuchern vor.

Auch die Gastronomen rund um den Lindenplatz hatten zahlreiche Gäste. Die Süchtelner Einzelhändler und Dienstleister, die sich manche Sonderaktionen ausgedacht hatten und ihre Waren auch vor den Ladentüren präsentierten, fanden reges Interesse.

Quelle: RP
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