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Brüggen
"Zapuh Grenzland" ist jetzt mobil geworden

Brüggen. Für die Pallativversorgung und Hospizarbeit steht dem Verein nun ein Auto zur Verfügung.

Dem "Zentrum für ambulante Palliativversorgung und Hospizarbeit" (Zapuh) steht jetzt ein Auto zur Verfügung. Damit kann Ida Lamp nun ihre Dienstfahrten zu Patienten, ehrenamtlichen Helfern, Krankenhäusern und Ärzten erledigen, für die sie bisher ihren Privatwagen nutzte. "Da kommen doch schon etliche Kilometer zusammen", weiß die Diplom-Theologin, die für den Verein nun 20 Stunden pro Woche als Koordinatorin tätig ist. Daneben bietet sie noch Palliativ Care Services in ihrem Wohnort Waldniel an.

Mit der Hospizarbeit ist Ida Lamp vertraut nach einer Weiterbildung zur Psychoonkologin als Seelsorgerin im Franziskus-Hospiz in Erkrath-Hochdahl und als Geschäftsführerin des Palliativen Hospizes in Solingen. Auch hat die heute 55-Jährige Trauerbegleitung und die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter am Malteser-Hospiz St. Raphael in Duisburg geleitet. Bei alledem kommt ihre künstlerische Ader für Malerei und Literatur nicht zu kurz, von der vor allem die Waldnieler in der Pfarre St. Matthias seit 2014 profitieren.

Der Verein sieht sich nicht als Konkurrenz zur Hospizinitiative Kreis Viersen, sondern als örtliche Ergänzung vor allem im Bereich Brüggen und den umliegenden Orten, betont Vorsitzender Josef Kriegers. Naheliegend ist die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum Brüggen, doch "arbeiten wir mit allen Ärzten und Krankenhäusern in der Region zusammen".

Den Wagen hat das Sozialnetzwerk Kriegers zur Verfügung gestellt, das Autohaus Tendyck (Lobberich) hat ihn flott gemacht und spendiert die Werkstattkosten für die nächsten zwei Jahre. Steuern und Versicherung sowie die Betriebskosten müssen aus den Beiträgen der bislang 45 Mitglieder und aus Spendengeldern bestritten werden. Auf jeden Fall sei die neue Beweglichkeit der Koordinatorin "ein wichtiger Schritt, die Palliativversorgung im Grenzland zu verbessern und die Hospizarbeit noch fester als bisher zu verankern", freute sich der 2. Vorsitzende Johann-Heinrich Arens.

15 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen hat "Zapuh Grenzland" schon, doch werden weitere gesucht. "Offener Treff" zu einem ersten Gespräch ist an jedem dritten Donnerstag im Monat in Brüggen, Borner Straße 32.

(mm)
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