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Viersen
Zeitfenster Kesselsturm: Stadt erstattet Anzeige

Viersen. Auch zwei Tage, nachdem städtische Mitarbeiter entdeckt hatten, dass Scheiben und Scheinwerfer am Archäologischen Fenster, dem sogenannten Zeitfenster Kesselsturm, in Dülken zerstört wurden, gibt es noch keine Erkenntnisse, ob das Hologramm zu retten ist, sagte gestern Stadtsprecher Frank Schliffke: "Die Prüfung ist sehr aufwendig." Die Stadt hat inzwischen Anzeige erstattet. Bislang gebe es noch keine Ermittlungsansätze, sagte eine Sprecherin der Kreispolizei.

Unbekannte hatten die im März installierte Hologramm-Box im Bereich der Straße Am Kesselsturm eingeschlagen. Eben noch lief darin der weltweit größte digitale Hologramm-Film im öffentlichen Raum. Dafür wurden 1200 Einzelbilder zu einem Film zusammengefügt, der eine Szene aus dem 17. Jahrhundert im Bereich des Holländerturms zeigt. Jetzt bleibt es in der 1,50 Meter breiten und 85 Zentimeter hohen Box vorerst dunkel.

Bevor die Stadt Reparaturen in Auftrag gibt, will sie die Antwort des Designers, der Kölner Künstler Philipp Dreber, abwarten. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf mehrere Tausend Euro.

Hinweise nimmt die Polizei entgegen unter Telefon 02162 3770.

(emy/naf)
 
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