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Niederkrüchten
Zivilbeschäftigte machen sich Sorgen

Niederkrüchten. Dem Abzug der Briten sehen die 230 Zivilbeschäftigten in den Elmpter Javelin Barracks mit Sorge und Zukunftsangst entgegen. Die meisten von ihnen sind Deutsche, auch einige Niederländer sind darunter. Viele werden ihren Job verlieren.

Immerhin ist es der Mitarbeiter-Betriebsvertretung in Verhandlungen gelungen, das Kündigungsdatum auf den 31. Dezember 2015 herauszuschieben, erklärt deren Vorsitzender Alexander Schmitz. So bekommen die Beschäftigten auf jeden Fall noch bis zum Jahresende ihr Gehalt.

Einige werden zu den Ayrshire Barracks wechseln, einem britischen Militärstützpunkt im Mönchengladbacher Südpark an der Aachener Straße. Dort sollen insgesamt 98 Zivilbeschäftigte von den Ayrshire Barracks und den Javelin Barracks weiterbeschäftigt werden.

Derzeit haben beide Dienststellen zusammen 317 Zivilbeschäftigte. Mehr als zwei Drittel der Stellen fallen also weg. Wie viele Mitarbeiter aus Elmpt nach Mönchengladbach wechseln können, weiß Alexander Schmitz noch nicht. Die Verteilung wird sich aus einem Sozialplan ergeben.

Derzeit sind viele Mitarbeiter in Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitsagentur. Im Programm "Wegebau" bilden sie sich weiter, um auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben. Die Stimmung unter den Elmpter Beschäftigten ist sehr gedrückt, sagt Schmitz: "Viele wissen nicht, wie es weitergeht. Das sind Existenzängste."

Die Zivilbeschäftigten werden in den Javelin Barracks in verschiedenen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel Feuerwehr, Gastronomie oder Arbeits- und Reinigungsdienste. Auch Verwaltungsaufgaben und Lagertätigkeiten gehören dazu.

(jos)
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