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Niederkrüchten
Zum Abschied mahnt Blech Konzept für Flugplatz an

Niederkrüchten. Weggefährten plauderten aus 50 Jahren Dienstzeit

Blacky, Mecki und Adi waren ein verschworener Haufen. Muss man wohl auch sein, wenn man im Alter von 14 Jahren gemeinsam ins Berufsleben einsteigt. 1966 haben sie ihre Verwaltungslehre bei den damaligen Altgemeinden Niederkrüchten und Elmpt begonnen. Hans-Willi "Mecki" Cüsters und Adolf "Adi" Grys sind bereits im Ruhestand. Klaus "Blacky" Blech - den gut gehüteten Spitznamen aus jungen Jahren plaudert Cüsters eher beiläufig aus - hat noch die 50 Dienstjahre vollgemacht. Das passt irgendwie zu einem Menschen, für den sein Beruf mehr als ein Job war. In der Feier, in der er in den Ruhestand verabschiedet wird, kommen viele Weggefährten zu Wort. Immer wieder fallen Attribute wie Loyalität, Verlässlichkeit, Beharrlichkeit, Leidenschaft, Kompetenz, Kampfgeist - und Herz.

Blech war Hauptamtsleiter, Kämmerer und Beigeordneter der Gemeinde Niederkrüchten. Eine kommunale Bilderbuchkarriere. Den Weg der Gemeinde hat er maßgeblich mitgestaltet, nicht selten vorgezeichnet. Nun geht er mit 65 Jahren in Ruhestand. Viel Herzlichkeit und viel Respekt liegen in der Luft, als die Gemeinde Niederkrüchten einen ihrer verdientesten Mitarbeiter für eine herausragende Lebensleistung ehrt. Dass Niederkrüchten eine der wenigen schuldenfreien Kommunen im Land ist, sei Klaus Blech zu verdanken, sagt CDU-Fraktionschef Werner Hommen. Er attestiert Blech "das Faktenwissen einer wandelnden Enzyklopädie und einen messerscharfen Verstand". "Niederkrüchten first", sei stets Blechs Maxime gewesen, meint SPD-Fraktionschef Wilhelm Mankau. Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) lobt den "besonderen Charakter und die kämpferische Natur" des Jubilars. Willi Küppers, als Ratsherr und langjähriger stellvertretender Bürgermeister ebenfalls ein enger Begleiter, bringt das Ganze auf den Punkt: Er erteilt Blech die Note "Eins plus".

Cüsters erinnert in einer ebenso herzlichen wie hemdsärmeligen Stegreif-Rede an die Anfänge - an gemeinsame Bus- und Zugfahrten zur Ausbildungsstelle nach Erkelenz und Geilenkirchen, an allerhand Unfug und an verpasste Klassenarbeiten. Blech selbst scheint so viel Lob fast unangenehm. "Wir haben mit vereinten Kräften viel bewegt", meint er bescheiden. Natürlich kann ein echter Kämmerer nicht aus seiner Haut: Er mahnt ein zügiges Entwicklungskonzept für die Konversion des Flughafengeländes an, um die Wirtschafts- und Finanzlage der Gemeinde zu verbessern. Seiner Ehefrau Monika gibt er ein Versprechen: "Du hast wegen dienstlicher Verpflichtungen oft auf mich verzichten müssen. Das werde ich ab morgen wieder gutmachen."

(jos)
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