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Brüggen
Zusammenhalt für besseres Zusammenleben

Brüggen. Bürgermeister Frank Gellen hat sich für eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge stark gemacht.

Die Flüchtlingspolitik überlagerte den politischen Aschermittwoch der Brüggener CDU im Le Maitre in Bracht. Zur Mitgliederversammlung mit Fischessen begrüßte die Vorsitzende Claudia Wolters 65 Gäste. Es sei leicht, wenn alles gut laufe, meinte Wolters. Doch Brüggen ächze unter der Flüchtlingsproblematik. "Wir müssen das ,C', das Christliche wieder in den Vordergrund rücken. Wir müssen zusammenhalten, um das Zusammenleben in Brüggen zu bereichern", meinte sie.

Auch Uwe Schummer warb um Verständnis und bat, der Politik Zeit zu geben, damit die in Berlin getroffenen Maßnahmen greifen können. Er verwies etwa auf die Vereinheitlichung der Registrierung hin und auf das Bestreben, an den Außengrenzen der EU Zonen zu schaffen, in denen die Flüchtlinge sicher seien. Außerdem erwähnte er Initiativen, die Menschen in ihren Ländern besser zu versorgen. Das sei menschlicher, als sie auf die Reise gehen zu lassen, so Schummer. Er betonte, dass es mit Blick auf die Exportorientierung keine Alternative sei, innerhalb Europas Grenzen zu schließen. Die Flüchtlingsproblematik dürfe nicht "zum Sargnagel" des Schengen-Abkommens werden.

Hinter der Flüchtlingsproblematik würde alles andere verblassen, sagte Bürgermeister Frank Gellen und erläuterte der Belastung aller Ämter in der Verwaltung. Er berichtete von den geplanten Neubauten am Eichenweg für Flüchtlinge und erklärte, dass er bei den übergeordneten Stellen die besondere Belastung für eine Gemeinde wie Brüggen, in der nur 15 Prozent der Fläche bebaut werden könne, deutlich gemacht habe. Ihm sei zugesichert worden, dass es bis September eine gerechtere Verteilung geben werde.

Erfreuliches hatte CDU-Fraktions-Chef Thomas Schmidt zu berichten: Brüggen könne voraussichtlich mit einer "Schwarzen Null" rechnen. Er verwies auf die vielen Projekte und Anträge der CDU, so etwa zur Umgestaltung der Fußgängerzone, zum Energiezentrum, zum Gründerzentrum und zum Dorfentwicklungsplan Bracht.

(wiwo)
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