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Viersen
Zwischen Bussen hindurch auf die Straße gelaufen: Mädchen verletzt

Viersen. Ein zehnjähriges Mädchen ist vorgestern Nachmittag an einer Bushaltestelle in Viersen von einem Auto angefahren worden. Wie die Polizei berichtete, ereignete sich der Unfall am Montag gegen 17.40 Uhr an der Gartenstraße.

Nach Schilderungen von Beteiligten und Zeugen soll das Kind zwischen zwei Bussen hindurch die Fahrbahn betreten haben. Dabei wurde es vom Auto einer 47-jährigen Viersenerin erfassst, die aus der Richtung Innenstadt kam. Durch den Unfall wurde das Mädchen zu Boden geschleudert und schwer verletzt.

Nach dem Unfall bot die Fahrerin dem Mädchen vor Ort Hilfe an. Dieses lehnte die Hilfe jedoch ab, so dass die Fahrerin weiterfuhr. Die Folge für die Fahrerin: eine Anzeige wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht.

Die Polizei rät bei Verkehrsunfällen mit Kindern und Jugendlichen, immer die Polizei und die Erziehungsberechtigten zu verständigen. "Den Minderjährigen ist die Unfall-Situation meist unangenehm, weil sie die Lage nicht überblicken und selbst schuldbewusst sind. Aus diesem Grund haben sie den Drang, sich von der Unfallstelle zu entfernen und sich so der unangenehmen Situation zu entziehen", erklärt Wolfgang Goertz, Sprecher der Polizei im Kreis Viersen. An der Unfallstelle erklären Kinder und Jugendliche daher oft, dass sie keinen Schaden erlitten zu haben.

Wenn der Unfallbeteiligte sich daraufhin vom Unfallort entfernt, ohne die Polizei zu verständigen, kann er später mit dem Vorwurf der Unfallflucht konfrontiert werden, wenn später Verletzungen oder Schäden von den Erziehungsberechtigten festgestellt und gemeldet werden, obwohl das beteiligte Kind oder der beteiligte Jugendliche an der Unfallstelle angab, unverletzt zu sein.

(saja)
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