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Wassenberg
Beifall nach Vorstandswahl: Sepp Becker macht's noch einmal

Wassenberg: Beifall nach Vorstandswahl: Sepp Becker macht's noch einmal
Sepp Becker ist seit neun Jahren Chef der Gemeinschaft der Heimatfreunde in Wassenberg. Jetzt wurde er für drei Jahre wiedergewählt. FOTO: J. Knappe (Archiv)
Wassenberg. Bewährte Leitung des Heimatvereins Wassenberg. 417 Mitglieder. Im kommenden Jahr steht das Jubiläum zum 120-jährige Bestehen an. Von Willi Spichartz

Allein die Ankündigung, dass er es noch einmal für drei Jahre machen will, löste erheblichen zustimmenden Beifall und entsprechende Zurufe der 90 Mitglieder des Heimatvereins Wassenberg aus: Sepp Becker, seit neun Jahren Chef der Gemeinschaft der Heimatfreunde und der 91 Anwesenden der Mitgliederversammlung in der Graf-Gerhard-Stube des Städtchens oberhalb der Rur, wurde einstimmig wiedergewählt. Auch Bürgermeister Manfred Winkens zeigte sich froh über die Entscheidung und dankte neben Sepp Becker dem gesamten Verein für unermüdlichen Einsatz für die Stadt Wassenberg, die zahlreiche Projekte ohne den Verein überhaupt nicht initiieren oder umsetzen könnte.

Die Entscheidung, es noch einmal zu machen, fiel Sepp Becker auch wegen des Erfolgs nicht ganz so schwer - die 91 Anwesenden waren ebenso Rekord wie die Mitgliederzahl von 417, die man fürs nächste Jahr noch steigern will, immerhin wird der Verein dann 120 Jahre alt.

Den Vereinserfolg listete der alte und neue Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht mit u.a. den Kulturhistorischen Stadtspaziergängen, den vogelkundlichen Wanderungen, den zur Stadtverschönerung gestifteten Blumenampeln, einem Ruderschiffchen für den Kahnweiher und den Groß-Informationstafeln zum jüdischen Leben in Wassenberg nahe der früheren Synagoge auf.

Besondere Würdigung fanden die Ausstellungen zum II. Weltkrieg und zur Großweberei Krahnen und Gobbers im Bergfried. Dazu die Mundartabende, die auch mit Organisator Walter Bienen "volles Haus" in der Begegnungsstätte garantieren, sowie die Gesangsabende mit dem einschlägig bekannten Karl Lieck, und der Arbeitskreis "Jüdisches Leben" mit der örtlichen Gesamtschule. Dort wird es demnächst eine Veranstaltung mit dem Thema "Jüdisches Leben zwischen Rhein und Maas" geben. Näher an der Maas die Heimatfreunde aus der Gemeinde Roerdaelen, mit denen die Wassenberger eng zusammenarbeiten. Aber auch mit Nachbarn aus Niederkrüchten und unter anderem Erkelenz. Dank des Vorsitzenden ging an die Stadt Wassenberg, seine Vorstands- und die Beiratskolleginnen und -kollegen des Vereins. Ganz besonderer Dank, und das mit einer Blume, ging an Marlies Jansen, der scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins. Beifall gab es für die beiden Brüder Hermanns, die die Homepage des Vereins auf eine neue Qualitätsstufe gehoben haben.

Waltraud Kurth erinnerte an die Tagesfahrten, Leo Stasny an die Wanderungen, Walter Brehl an die Radwanderungen, Agnes Basten konnte als Kassiererin von einem Jahresüberschuss von 30 Euro berichten bei einer ansonsten auch soliden Finanzlage. Die Kassenprüfer bescheinigten erstklassige Arbeit und beantragten die Gesamtentlastung des Vorstands, die einstimmig gewährt wurde. Die "schönste Stadt im Kreisgebiet" (Manfred Winkens) freut sich über das Projekt "Aufarbeitung des Kommunalarchivs", das Sepp Becker bald zum Abschluss bringen wird.

Bernd Serode wird in diesem Jahr den zweiten Teil der Tour "Religiöse Monumente" fertigstellen, geplant ist ein zweiter Öffnungssonntag im Monat des Bergfrieds sowie eine Info-Tafel an der Rur bei Orsbeck, die an die bedeutende "Schlacht von Wassenberg" im Jahr 1206 erinnert, die 810 Jahre zurückliegt.

Quelle: RP
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