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Wassenberg
Benefizkonzert mit brillantem Solisten

Wassenberg: Benefizkonzert mit brillantem Solisten
Gemeinsam mit dem bekannten Jazz-Trompeter Rüdiger Baldauf spielte der Musikverein Birgelen beim Benefizkonzert in der Aula der Gesamtschule. FOTO: Knappe
Wassenberg. Der renommierte Jazz-Trompeter Rüdiger Baldauf unterstützte die Band WassenJazz und den Musikverein Birgelen bei ihrem Konzert zugunsten FASG-geschädigter Kinder. Zuvor hatte er im Workshop mit Teilnehmern gearbeitet. Von Daniela Giess

Ein außergewöhnliches Benefizkonzert gestalteten der Musikverein Eintracht Birgelen und die Band WassenJazz jetzt in der Aula der Betty-Reis-Gesamtschule. Und dies mit einem besonderen Gastsolisten: dem Trompeter Rüdiger Baldauf.

Der war zuvor auch als Dozent aktiv gewesen. Am Ende zog Baldauf ein positives Resümee. "Es hat wirklich Spaß gemacht, mit euch zu arbeiten. Das ist voll geglückt", verkündete der Trompeter, der in vielen Radio-Bigbands und Fernsehshows mitspielt.

Zwölf Jahre gehörte der heute 55-Jährige der Spitzenband "Heavytones", bekannt aus Stefan Raabs "TV total", an. Drei Jahre verbindet den aus dem rheinischen Bensberg stammenden Ausnahmemusiker die Freundschaft mit WassenJazz-Mitglied Paul Antenbrink, der jetzt einen Trompeter-Workshop mit Baldauf, einst Stipendiat der renommierten Karajan-Stiftung, organisierte.

Mit 17 Teilnehmern widmete sich Baldauf dabei fünf Stunden lang intensiv der unterschiedlichen Probleme, die beim Musizieren entstehen. "Er ist auf jeden Einzelnen von uns eingegangen", so Organisator Antenbrink. Dabei gab er den Workshop-Teilnehmern, darunter mehrere Aktive des Musikvereins Eintracht Birgelen, Tipps zum richtigen Ansetzen des Mundstücks.

Beim großen Benefizkonzert im gut besetzten Forum der Betty-Reis-Gesamtschule spielte Rüdiger Baldauf gemeinsam mit Paul Antenbrink und den Eintracht-Musikern "How do you keep the music playing", das er eigens für sich neu arrangieren ließ. Die Einnahmen sind bestimmt für an FASD erkrankte Kinder. Das Fetale Alkoholsyndrom entsteht vor der Geburt bei einer Schädigung durch Alkoholkonsum der schwangeren Mutter. Oft wird dabei das zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen, kognitive und verhaltensbezogene Störungen sind die Folge. "Wir möchten mit der Veranstaltung Öffentlichkeit schaffen für diese Erkrankung", machte Antenbrink deutlich. "Denn sie betrifft auch viele im Kreis Heinsberg."

Auch Landrat Stephan Pusch ist sensibilisiert für die Erkrankung. Häufig würden betroffene Kinder in Pflegefamilien untergebracht, erläuterte er. Und: "Diese Krankheit hat soziale Ursachen." Auf 10 000 Neugeborene komme mindestens ein Kind, das vom Alkoholkonsum der Mutter betroffen sei.

Mit John Williams' "Olympic Spirit" eröffnete der Musikverein Eintracht Birgelen den abwechslungsreichen Konzertreigen in bewährter Souveränität. Dvoraks "Slavonic Dances" und Silvestris "The Polar Express" wurden von den zahlreichen Zuhörern ebenso mit Applaus belohnt wie Methenys "Always and Forever". Mit einem Morricone-Medley und dem Evergreen "Somewhere over the Rainbow" setzte der Birgelener Musikverein zudem auf bekannte Ohrwürmer.

Die acht Wassenjazz-Musiker - Sängerin Jacqueline Drescher, Eckart Krause (Piano), Robert Seidl (Gitarre), Günter Rixen (Bass), Detlef Rick (Drums), Paul Antenbrink (Trompete), Jac Jütten (Saxophon) und Jürgen Heutz (Querflöte) - boten ein stimmungsvolles Programm mit bekannten Standards. Gershwins "Summertime" erklang dabei ebenso wie "Autumn Leaves" oder "When Loves comes to Town".

Quelle: RP
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