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Wassenberg
Der Frühling lockt Gärtner ins Grün

Wassenberg. Die Lust am Gärtnern packt immer mehr Menschen. Pachtbeet beackern im Feld, Kräuter ziehen auf Balkonien, neue Gartengruppe in Rothenbach - das Schaffen in der Natur begeistert. Familie Marx gärtnert seit Jahren mit Leidenschaft. Von Gabi Laue

An Tagen der offenen Gartenpforte gehen Freunde des Grünen Daumens stets mit vielen "Ahs" und "Ohs" durch den sehr vielseitig gestalteten Garten der Familie Marx in Birgelen. Der umfasst mit einer gepachteten Wiese rund 2000 Quadratmeter. Doch bis es soweit ist, in der Sonne zu sitzen und die ganze Pracht zu bewundern, die Ernte aus dem Bauerngarten einzufahren, haben Stefan und Susanne Marx eine Menge Arbeit. Die erledigen die Hobbygärtner mit Leidenschaft. Im Winter sind sie bereits beschäftigt: Sträucher und Bäume beschneiden, Ecken neu gestalten. Was jetzt zu tun ist, erklärt Susanne Marx im Gespräch mit der RP.

Stefan Marx und seine Frau Susanne kümmern sich intensiv um ihr kleines Paradies. Jetzt muss der Teich gesäubert werden. FOTO: MARX

Unkraut Faustformel: Je flotter man harkt, desto weniger Arbeit hat man im Sommer. Unkrautvernichter ist im privaten Garten tabu nach dem Motto "Wer Chemie verwendet, ist nur zu faul zum Bücken". Und man müsse auch an die Bienen denken. Da heißt es harken, ziehen, ausstechen - damit Wildkräuter gar nicht zur Blüte kommen. "Der Winter war recht mild, so habe ich im Februar zum ersten Mal gejätet", erzählt Susanne Marx. Für Pflasterflächen empfiehlt sie einen Brenner.

Rasen Das sprießende Gras wird gemäht, der Frühling ist die Zeit der Rasenpflege. Vertikutieren und Lüften stehen an. Mit dem Düngen sollte man warten, bis die Nächte frostfrei sind und Regen den Nährstoff in den Boden spült.

Neben den Tulpen sprießt schon das Grün der Akelei. Hinter dem Staketenzaun picken glückliche Hühner.

Teich Der Gartenteich wird von Hand gesäubert, von Herbstlaub befreit, Abgestorbenes wird weggeschnitten. Von Zusätzen gegen Algen hält Susanne Marx nichts. "Ein gesunder Teich regeneriert sich selbst", versichert sie. "Wir haben ja auch Frösche, Kröten und Libellenlarven." Da die Frösche teilweise schon gelaicht haben, sollte man darauf achten, den Laich bei Pflegearbeiten nicht zu zerstören.

Blumen In den später üppig blühenden Beeten werden jetzt Stauden geteilt und versetzt. "Man muss die Stauden teilen, damit sie wieder gut wachsen", rät die Hobbygärtnerin. Sie gehört der Gesellschaft der Staudenfreunde an, die sich zu Vorträgen, Seminaren und Ausflügen treffen. "Hier sind auch Gartenneulinge willkommen, die Interesse haben und lernen möchten", so Marx. Lohnende Ausflugsziele sind Börsen wie die in Krefeld im Botanischen Garten mit Samentausch - da wird vermehrt, geteilt, getauscht.

Das grüne Reich der Familie Marx in Birgelen umfasst Staudenbeete, lauschige Ecken, dekorative Rost-Skulpturen und einen Grillplatz in einer selbst gemauerten Feldbrandstein-"Ruine".

Gemüsebeet Umgraben war gestern, Familie Marx bevorzugt das Mulchen: "Rasenschnitt kommt auf die Gemüsebeete, das hält den Boden feucht und Unkraut fern. Es wird untergeharkt, dann kommt neuer Mulch darauf, man muss nur aufkratzen." Das sei die schonendere Variante - Umgraben zerstöre viele Bodenlebewesen. Der Boden wird gelockert, dicke Bohnen werden gesät, Zwiebeln gesteckt, im April können schon Möhren und Rote Bete ins Freiland gesät werden.

Säen Im Gewächshaus oder auf der Fensterbank sprießen Salat, Radieschen, Petersilie, Tomaten, Paprika, Zucchini (ab Mai ins Beet).

Tipp: Bodendecker und dicht wachsende Stauden (Storchschnabel oder Geranium macrorrhizum, Waldsteinie, Elfenblume) lassen Unkraut gar nicht hochkommen.

Quelle: RP
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