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Wassenberg
Der Pilgerweg wird gut angenommen

Wassenberg: Der Pilgerweg wird gut angenommen
Die Eheleute Jansen an einer der Stelen des Pilgerweges vor der Oberstädter Kirche. Neue Markierungen wurden jetzt in beide Richtungen angebracht. Und den Info-Flyer gibt es nun auch auf Niederländisch. Karl-Heinz und Martina Jansen haben ehrenamtlich die Idee des Pilgerweges St. Marien mitentwickelt. FOTO: A. Hahn
Wassenberg. Nicht nur Pfarreimitglieder nutzen das Angebot. Auch zur Ophovener Oktav findet eine Fußwallfahrt auf dem Pilgerweg statt. Von Angelika Hahn

Erstaunlich: Die Zahl der Kirchenbesucher geht zurück, aber es gibt immer mehr Menschen, die sich der christlichen Pilgeridee gegenüber offen zeigen. Dafür muss man nicht mal den Jakobs-Pilger-Boom bemühen, ganz in der Nähe findet man ein Beispiel: den Pilgerweg St. Marien Wassenberg, der seit einem Jahr, die zu einer Pfarrei zusammengeschlossenen sieben Kirchengemeinden der Stadt verbindet. Zu Fuß (auch in Teilen), aber besser noch auf einer 29,3 Kilometer langen (abkürzbaren) Radtour, können Menschen die Natur Wassenbergs genießen und an sieben Stationen innehalten, an denen meditative Texte auf Stelen zum Nachdenken einladen.

"Der Pilgerweg lebt durch den Wandel der Texte und Tafelgestaltung", erklären Martina und Karl-Heinz Jansen, Mitinitiatoren des Pilgerweg-Projektes und Köpfe des Teams, das den Pilgerweg betreut. In diesem Jahr heißt der Leitgedanke "Gott in 1000 Bildern".

Auf den Tafeln sind von modernen Schriftstellern neu gefasste Psalmentexte zu lesen, die Bildern gegenübergestellt sind, die die Firmlinge der Pfarrei gemalt haben. Themen sind etwa Versöhnung, Liebe, Staunen, Tröstung oder auch Zorn. Standorte der Stelen sind bekanntlich an der Kreuzigungsgruppe Schwanderberg in Myhl, der Stiftskirche St. Georg in Wassenberg, der dortigen Caritas-Pflegestation, am Luchtenberger Kreuz, die Wallfahrtskirche in Ophoven, der Marien-Kapelle in Effeld und am Aufgang zum Birgelener Friedhof in Erinnerung an die geschichtsträchtige Bergkirche.

Das Pilgerweg-Team hat gerade erst eine 20-köpfige Radlergruppe begleitet. "Wir waren ganz verblüfft über die Resonanz auf unsere Einladung", sagt Martina Jansen. Dabei werden die Texte an den Stationen vorgelesen und Erklärungen zur Historie der Kirchen, Kapellen oder alten Wegekreuze auf der Strecke gegeben. Die Initiatoren freuen sich, dass nicht nur kirchliche Gruppe wie etwa die KAB, sondern auch immer mehr individuelle Radtouristen den Pilgerweg entdecken. Westblicke bietet eine Tour dort am 24. September an. Vor allem Senioren sind die Zielgruppe für den kleinen Pilgerweg an der Oberstädter Kirche, der sich mit vielen Sitzmöglichkeiten durch die ebenfalls neu gestaltete Parkanlage rund um die Kirche zieht.

Karl-Heinz Jansen stellt die kleinen Wegeschilder vor, die seit Kurzem die Pilgerwegstrecke auch in Gegenrichtung markieren, der Routenflyer, ebenfalls überarbeitet und nun auch in niederländischer Version, liegt in den Kirchen der Stadt, im Rathaus und öffentlichen Einrichtungen aus. Unermüdlich sucht das Team nach neuen Ideen. Ein Begleitbuch mit ausführlichen Texten zur Pilgerroute ist in Vorbereitung. Gedacht wird auch an Familien- und Kinderpilgertouren und natürlich an ein neues Stelenthema für 2018. Mit Ideen wie dem Pilgerweg kann man auch Menschen erreichen, die nicht regelmäßig in die Kirche gehen, und christliche Impulse setzen - davon ist Martina Jansen überzeugt.

Zur Ophovener Marien-Oktav lädt das Team für Sonntag, 3. September, ab Wallfahrtskirche zur Fußwallfahrt auf dem Pilgergerweg (mit Pkw-Begleitung) ein. Start ist um 7 Uhr in Ophoven, zur Marientracht um 17 Uhr werden die Pilger in Ophoven zurückerwartet. Pausen sind in Birgelen, Wassenberg und Orsbeck eingeplant. Verpflegung ist mitzubringen. Um Anmeldung bis zum 25. August wird gebeten: in den Pfarrbüros oder per E-Mail unter Pilgerweg.Wassenberg@aol.de.

Quelle: RP
 
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