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Wassenberg
Die Heimat in ganz besonderem Licht

Wassenberg: Die Heimat in ganz besonderem Licht
Fotograf Hans-Josef Jansen stellt auf drei Etagen im Wassenberger Bergfried aus. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wassenberg. Fotos von Hans-Josef Jansen sind in den kommenden Wochen noch im Wassenberger Bergfried zu sehen. Von Daniela Giess

Eigentlich wollte Hans-Josef Jansen seine Fotografien nicht mehr öffentlich zeigen. Insgesamt neun Ausstellungen im gesamten Kreis Heinsberg schienen dem 64-Jährigen genug zu sein. "Da kommt ja doch keiner mehr gucken", vermutete der gelernte Diplom-Vermessungsingenieur, der sich seit kurzer Zeit im Ruhestand befindet.

Sepp Becker, Vorsitzender des Wassenberger Heimatvereins, war anderer Meinung - und überzeugte Jansen Anfang des Jahres, seine schönsten Aufnahmen im Bergfried einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. "Im Glanz der Scheinwerfer" lautet der bezeichnende Titel der ungewöhnlichen Fotoausstellung, für die Jansen rund eineinhalb Jahre in Städten und Gemeinden der Region unterwegs war.

Das Wassenberger Roßtor, der riesige Mammutbaum, Burg Wegberg und Burg Randerath, das Gymnasium in Geilenkirchen, das Fördergerüst der stillgelegten Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven, die historische Mühle in Breberen, das Heinsberger Begas-Haus: Hans-Josef Jansen lässt die abgelichteten Sehenswürdigkeiten im ungewöhnlichen Glanz erstrahlen. Dabei war er oft auf Hilfe angewiesen. Stadtverwaltungen und Bürger hätten ihr Entgegenkommen gezeigt, indem zum Beispiel auf seine Bitte hin Parkplätze für die Aufnahmen geräumt worden seien, sagte Jansen bei der Ausstellungseröffnung im alten Bergfried.

Im Eigenverlag hat er einen Bildband in einer Auflage von insgesamt 1000 Exemplaren herausgegeben, der zum Preis von 9,90 Euro zu haben ist. Noch etwa 100 Bücher sind zu haben. Drei Euro pro Verkauf sind für die Kinderkrebshilfe Ophoven bestimmt. Mit der Ausstellung im Wassenberger Bergfried feiert Jansen somit ein kleines Jubiläum - zum zehnten Mal präsentiert er die Ergebnisse seiner abendlichen Fotopirsch im Kreisgebiet.

Jede Stadt habe ihre Reize, betonte Becker. Neben einem guten Auge und Geduld benötige ein Fotograf ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt, um auf den Auslöser zu drücken. Jansen sei dies "in hervorragender Weise gelungen". Auch Bürgermeister Manfred Winkens zeigte sich begeistert von den ausgestellten Fotografien. Im Kreis Heinsberg gebe es viele schöne Orte, "und Wassenberg ist einer davon".

Für den Bergfried kündigte der Verwaltungschef einen Aufzug an, der inzwischen bestellt und Besucher vom Parkplatz zu dem historischen Gemäuer befördern soll. "Dann können wir hier noch mehr machen." Mit zahlreichen Ausstellungen solle der Bergfried belebt werden. Als "unser Sorgenkind" bezeichnete er in diesem Zusammenhang die Burg, die immer noch geschlossen sei. "Wir arbeiten an einer Lösung", sagte der Erste Bürger.

Quelle: RP
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