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Wassenberg
Ein erster Schritt zu einem Kulturetat

Wassenberg: Ein erster Schritt zu einem Kulturetat
Besucher bei einer Ausstellung zur Heimatgeschichte im Bergfried. Über städtische Kulturförderung diskutierte der Hauptausschuss. FOTO: Laaser (Archiv)
Wassenberg. In Wassenberg wird diskutiert, wie Kunst und Kultur noch besser gefördert werden können. Neuer Etatansatz für "Kunstschaufenster". Von Angelika Hahn

Als immerhin einen "Ansatz", einen ersten Schritt hin zu einem eigenen Kulturetat im Stadthaushalt, wertete Robert Seidl (Grüne) die 12.500 Euro, die die Stadt zur "Förderung von Kunst und Kultur im Zusammenhang mit der Entwicklung der Wassenberger Innenstadt" in den Haushalt für 2016 aufnehmen will. Gemeint ist hiermit die Belebung der leerstehenden Ladenlokale durch zeitlich begrenzte Kunstpräsentationen. Um diese Idee voranzutreiben, habe sich, so war zu erfahren, ein kleiner Kreis Kunstinteressierter aus der Stadt zusammengetan.

Diesem Vorschlag der Verwaltung - als Antwort auf einen gemeinsamen Antrag von FDP undGrünen - stimmte jetzt der Haupt- und Finanzausschuss zu. Die Antragsteller akzeptierten dies, obwohl ihre Anregung weiterging und auf einen eigenen Ansatz für ein Kulturprogramm der Stadt abzielte.

Zudem hatten beide Fraktionen um eine Auflistung aktueller Gelder der Stadt für Kulturelles gebeten. Die Vorlage listete immerhin rund 419.000 Euro auf - einbezogen allerdings waren Jugend- und Sportförderung und Mittel für Stadtmarketing und Tourismus. Also Kulturelles in einem sehr weiten Wortsinne. Für Ausstellungen, Theater und Musikpflege, Heimatpflege, Förderung der Kirchengemeinden und der Bürgerbücherei Bücherkiste stehen insgesamt 109.200 Euro im aktuellen Haushalt.

Die Stadtverwaltung räumte ein, dass etwa beim Stadtmarketing die Grenzen zu Kunst/Kultur fließend seien, denn auch Märkte und Stadtfeste sind inbegriffen. Robert Seidl aber betonte bei aller Wertschätzung der Vereinsförderung und Amateurkultur, dass man sich auch über Profi-Auftritte im Musik- und Theaterbereich einmal Gedanken machen solle.

Die Anregung wischte Bürgermeister Manfred Winkens nicht vom Tisch und räumte ein: "Auf diesem Sektor könnte sich sicher etwas mehr tun." Aber dazu brauche eine Stadt wie Wassenberg halt auch Sponsoren.

Mit-Antragstellerin Dr. Susanne Beckers (FDP) begrüßte das Geld für die Belebung der Leerstände. Damit könne man Interessenten etwa bei Miete und Versicherungen entgegenkommen und einen Anreiz setzen, Ideen für Kunstschaufenster zu entwickeln.

Quelle: RP
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