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Wassenberg
"Eine gute Gelegenheit, Hemmschwellen zu überwinden"

Wassenberg: "Eine gute Gelegenheit, Hemmschwellen zu überwinden"
Landfrauen und Ehrenamtler aus dem seit einem Jahr aktiven Flüchtlingsnetzwerk bewirteten die Asylbewerber an der Unterkunft bei Birgelen. FOTO: LAASER
Wassenberg. Sich besser kennenlernen, Zeit füreinander haben: Das Wassenberger Flüchtlings-Netzwerk feierte einjähriges Bestehen unter freiem Himmel. Von Daniela Giess

Auf dem großen Platz vor der städtischen Unterkunft am Ossenbrucher Weg wurde am Wochenende ausgelassen gefeiert. Netzwerk-Sprecherin Jutta Schwinkendorf zeigte sich zufrieden mit der Resonanz auf das fröhliche Begegnungsfest. Auch die Vereinigung der Rheinischen Landfrauen brachte sich ein. Rund 30 Kuchen aus eigener Produktion wurden für das große Buffet mit selbst gebackenen Köstlichkeiten gespendet. "Eine gute Gelegenheit, Hemmschwellen zu überwinden", stellte Sigrid Gerighausen, die stellvertretende Vorsitzende des Wassenberger Landfrauen-Ortsverbands, heraus. Wie Kreisvorsitzende Ulrike Kamp deutlich machte, soll das Engagement keineswegs einmalig sein. Auch in der Vergangenheit habe man sich schon für Flüchtlinge eingesetzt und mit ihnen unter anderem eine Radtour zur Haarener Mühle unternommen. "Für uns ist es bereits die fünfte kreisweite Aktion", so Ulrike Kamp. Über die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen wurde der Kontakt hergestellt.

Fatima Deckers aus Heinsberg lud die Bewohner der städtischen Unterkunft zum spontanen Trommeln ein. Die gebürtige Marokkanerin mit dem funkensprühendem Temperament und Rhythmus im Blut stellt immer wieder fest, dass Barrieren auf diese Weise leicht abgebaut werden. Auch der Wassenberger Bürgermeister Manfred Winkens feierte mit Flüchtlingen und den 30 Helfern des Netzwerks das Geburtstagsfest.

Clown Willi Frenken aus Wassenberg verblüffte besonders die kleinen Festgäste mit seinen Luftballon-Tricks - er stellte unermüdlich Blumen, Schwerter, Frösche und Katzen her. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band "Landgroover".

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, den Begegnungsraum der Einrichtung, die zurzeit von circa 160 Menschen bewohnt wird, kennenzulernen. Hier finden regelmäßig Deutschkurse für die Flüchtlinge statt, mit den Mädchen und Jungen wird gebastelt und gespielt. Etwa 25 verschiedene Nationen sind in dem einstigen Zechengebäude untergebracht. Sie kommen unter anderem aus Ghana, Pakistan, Sri Lanka, Syrien, Albanien und Myanmar.

Quelle: RP
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