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Wassenberg
Erster Martinsmarkt in Orsbeck gut besucht

Wassenberg: Erster Martinsmarkt in Orsbeck gut besucht
Viele nette Kleinigkeiten für die Dekoration der eigenen vier Wände gehörten zum Angebot beim Martinsmarkt. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. Rund 50 Aussteller sorgten mit kreativen Angeboten für Vielfalt. In der Kirche erfreuten die Schulkinder mit Martinsspiel, Tanz und Gesang. Von Daniela Giess

Farbenprächtige Tiffany-Glaskunst, feine Porzellanmalerei, fantasievolle Grußkarten - und Schnitzereien mit der Kettensäge, die für staunende Blicke bei den Besuchern sorgten: Die erste Auflage des Martinsmarktes rund um die Orsbecker Pfarrkirche St. Martini entwickelte sich schnell zum Publikumsmagneten.

Rund 50 Aussteller aus der gesamten Region sorgten an 40 Ständen für kreative Geschenkideen für das bevorstehende Weihnachtsfest. Modeschmuck aus farbigem Draht, Krippen, Liköre aus eigener Herstellung oder Patchwork-Arbeiten. Viele der hübschen Bastelarbeiten wurden gekauft, um sich selbst zu belohnen oder anderen eine kleine Freude zu bereiten. Christian Philippen, der Geschäftsführer des Ortsrings Orsbeck-Luchtenberg, der zu dem bunten Markttreiben eingeladen hatte, war als Ideengeber im Dauereinsatz.

Mit einem Lichtertanz begeisterten 40 Mädchen und Jungen aus der Orsbecker Grundschule im abgedunkelten Kirchenschiff. Dazu sangen die Drittklässler das afrikanische Lied "Hambani Kahle" ("Geht hin in Frieden"), das sie mit Musiklehrerin Christine Tanz einstudiert hatten. "Ein armer Mann" hieß das Martinsspiel, bei dem die Kinder die Geschichte des Heiligen Martin (gespielt von Florian Kösters), der seinen Mantel mit dem Bettler (Fiona Fischer) teilt, erzählten.

Schulleiterin Elvira Tholen griff in die Gitarrensaiten, die Orsbecker Grundschüler spielten auf dem Xylophon und auf anderen Instrumenten, forderten ihre Zuschauer zum Mitsingen auf, als bekannte Martinslieder angestimmt wurden, zum Beispiel "Ich gehe mit meiner Laterne". Dass die Mädchen und Jungen ausgerechnet ein Lied vom schwarzen Kontinent sangen, kam nicht von ungefähr.

Seit Rektorin Elvira Tholen in den Herbstferien an einer Schule in Kenia mitgearbeitet hat, ist das Engagement der Schüler und Lehrer noch größer geworden. "Wir haben Sachspenden gesammelt, zum Beispiel Stifte und Radiergummis", berichtete die Schulleiterin. Eine Spendenkasse wurde während der Martins-Aufführungen am Altar aufgestellt. Seit Elvira Tholen selbst vor Ort war, weiß sie, woran es den afrikanischen Kindern am meisten fehlt.

Unter dem bezeichnenden Motto "Helfen und Teilen wie Martinus" seien die Grundschulkinder nun in jedem Jahr aufgefordert, etwas von ihrem Taschengeld abzugeben. Die Höhe der Summe spiele dabei keine Rolle. Mit dem Schullied "Manchmal wär' ich gerne so wie du" verabschiedeten sich die kleinen Sänger von ihrem Publikum in der Pfarrkirche.

Auch etliche Vereine waren beteiligt. Frisch gebackene Waffeln servierte der Förderverein des Kindergartens "Regenbogen", und am Stand der Freiwilligen Feuerwehr wurde Glühwein ausgeschenkt.

Quelle: RP
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