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Wassenberg
Gedenktafel für Hanns Heidemanns - und bald eine Straßenbenennung

Wassenberg: Gedenktafel für Hanns Heidemanns - und bald eine Straßenbenennung
In Wassenberg wurde die Gedenktafel für Hanns Heidemanns von Bürgermeister Manfred Winken (2.v.r.) und Sepp Becker (r.) enthüllt. Gekommen war dafür Heidemanns Familie, unter anderen Witwe Ilsa Heidemanns (3.v.l.), die Töchter Brigitte Diederichs (vorne) und Inge Brecht (4.v.l.) sowie sein Bruder Walter (l.). FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. Sie reisten aus Koblenz und dem Aachener Land an, brachten Mutter Ilse aus der Senioreneinrichtung mit, in der sie seit dem Tod ihres Ehemanns lebt. Im Beisein der Töchter Brigitte und Inge des 2012 verstorbenen pensionierten Generalapothekers Hanns A. Heidemanns wurde eine Gedenktafel enthüllt, die den Wassenberger Ehrenbürger als Autor, Heimatforscher und Ideengeber ausweist. Von Daniela Giess

Sein Freund Sepp Becker, Vorsitzender des Wassenberger Heimatvereins, erklärte im Beisein der Familie, zahlreicher Weggefährten sowie der Schützenbruderschaft St. Georg, dass der gebürtige Aachener zwar kein Sohn der Stadt gewesen sei, jedoch viel für Wassenberg, wo er nach seiner Pensionierung 25 Jahre ehrenamtlich wirkte, getan habe. Heidemanns habe Vorträge über "sein" Wassenberg gehalten, Broschüren über den Schlemmermarkt erstellt, Bücher geschrieben, das Vereinswesen unterstützt, auch viel für die Kindergärten und Schulen getan. Seine Angehörigen, darunter auch Bruder Walter, freuten sich über die posthume Ehrung, der bald noch eine zweite folgen soll, wenn eine Straße nach ihm benannt wird, wie Becker mit Bürgermeister Manfred Winkens bekanntgab. "Es ist sehr, sehr schön, dass unser Vater so lebendig in Erinnerung gehalten wird", sagte seine Tochter Brigitte stellvertretend für die Familie.

Humorvoll, sehr religiös, ausgestattet mit der Fähigkeit, gut zuhören zu können - so beschrieb Becker Heidemanns, der 1927 geborene spätere General, der im Auftrag der Bundeswehr Afrika, Asien und die ganze Welt bereist hatte. In der Straße Am Buir, in der am Samstag die Gedenktafel angebracht wurde, hielt sich Hanns A. Heidemanns schon als kleiner Junge gerne auf. Seine Tante Sophie, bei der er einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte, weil seine Mutter kränklich war, wohnte in der nahe gelegenen Graf-Gerhard-Straße. "Hier hat er immer gespielt", berichtete Tochter Brigitte. "Auch ohne diese Tafel werden wir Hanns Heidemanns nie vergessen", betonte Bürgermeister Winkens.

Quelle: RP
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