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Wassenberg
Gefragt beim Pflanzenmarkt: Alternativen zum Buchsbaum

Wassenberg. "Gartenzauber in Wassenberg" bot eine breite Pflanzenauswahl auf dem Roßtorplatz sowie Führungen durch Parks und Privatgärten. Von Philipp Schaffranek

Seine Blüte ist orange-golden. Er wächst zwischen 40 und 60 cm hoch und blüht noch im August. Sein Name ist "Totally Tangerin" und kommt aus der Familie der Nelkenwurze - in der Fachsprache Geum genannt. "Totally Tangerin" ist eine der "tollen neuen Sorten", die Armand Kremer, Inhaber der Staudengärtnerei Green-Globe in Würselen, mit seinem Team selbst gezüchtet hat. Mehr als 210 Nelkenwurz-Sorten (Geum) bietet er an. Etwa 100 gestern auf dem vierten Wassenberger Pflanzenmarkt "Gartenzauber in Wassenberg".

18 Aussteller verwandelten den Roßtorplatz in ein großes Pflanzenmeer. Neben spezialisierten Händlern, wie Armand Kremer, waren auch die großen Gartencenter der Region vertreten. Bei "Daniels", "Schmitz" und "Plum" gab es eine breitgefächerte Auswahl an beliebten Blumen und Bäumen: Rosen, Stauden, Obstbäume und Gartenpflanzen. Die spezialisierten Händler konnten dagegen viele, teilweise exotische Sorten anbieten.

Ein großes Thema in der Gartenwelt ist aktuell der Buchsbaum. Vielmehr der Buchsbaumzünsler, der nun auch im Erkelenzer Land angekommen ist. Er zerfrisst die Buchsbäume. Spritzen wird langfristig nicht helfen, da waren sich alle Gartenexperten auf dem Pflanzenmarkt einig. "Im Trend sind deswegen momentan alle Pflanzen, die den Buchsbaum ersetzen", sagt Bernd Heller, von der Baumschule Hallen. Der Ilex in der Art "dark green" komme dem Buchsbaum am nächsten. Jedoch gebe es mehr als zehn verschiedene Ilex-Arten für unterschiedliche Verwendungszwecke. "Lonicera Maigrün" eigne sich besonders für kleine Hecken, sagt Bernd Hallen.

Theo Dautzenberg von der Kwekerij "Het Hostaveldje" hatte eine Auswahl von 500 Funkien, einem beliebten Bodendecker, mit nach Wassenberg gebracht, die sich in ihrer Blattstruktur unterscheiden. Annett Franke von "Stilblüten" in Wegberg bot Gemüsepflanzen an. Paprika und Tomaten können jetzt nach den Eisheiligen angepflanzt werden, sagt sie. Auch Hobbygärtner wie Norbert Sachsenhausen aus Erkelenz waren auf dem Pflanzenmarkt vertreten und boten Gewächse aus dem eigenen Garten an.

Für die Kinder hatte die Kindertageseinrichtung des Familienzentrums in Steinkirchen eine Mitmachaktion, passend zum Pflanzenmarkt vorbereitet. Dort konnten die Kinder aus Nylonstrümpfen, Grassamen, Watte und Bastelaugen "Grasköpfe" basteln, denen mit der Zeit auch Grashaare wachsen. Am Stand der Freien Waldorfschule des Kreises Heinsberg in Dahlheim konnte selbst Kräuterbutter hergestellt werden.

Zwei kostenlose Führungen bot Gästeführerin Therese Wasch gemeinsam mit Gärtnermeister Volker Rütten an. Mit ihnen ging es durch Wassenbergs beispielhafte Parkanlagen. Zum Pflanzenmarkt präsentierten sich auch einige private Gärten im Rahmen der überregionalen "Offenen Gartenpforte 2017".

Quelle: RP
 
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