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Wassenberg
Gespielte Erinnerung an Linden-Gasthof

Wassenberg: Gespielte Erinnerung an Linden-Gasthof
Gute Laune gehört dazu bei den Probentreffen des Effelder Amateurtheaters Almenrausch, das jetzt über sein neues Stück informierte. FOTO: Jörg Knappe
Wassenberg. Der Effelder Theaterverein Almenrausch bereitet sein neues Stück vor, das im Oktober Premiere hat. Lokalkolorit spielt dabei wieder eine besondere Rolle. Ort der kuriosen Handlung ist der frühere Effelder Gasthof "Zur Linde". Von Daniela Giess

Der dunkle, viereckige Tisch ist echt. Er stammt noch aus dem ehemaligen Effelder Gasthof "Zur Linde", den es schon lange nicht mehr gibt. Die zwölf Akteure des Theatervereins Almenrausch entführen mit ihrer neuen Inszenierung "So domm und Gomorrha im Gasthof Zur Linde" in die Zeit, als man sich in dem einstmals beliebten Lokal, das später zum Wohnhaus umgebaut wurde, zum gemütlichen Beisammensein traf.

Als neuer Regisseur hat Heiko Holland-Moritz die Verantwortung für die quirlige Truppe übernommen. Sein Vorgänger Willy Ritterbecks (70) hilft beim Bühnenbau mit. "Man braucht Vorstellungsvermögen und auch einen Funken Kreativität", sagt der 39-Jährige über seinen neuen Aufgabenbereich. Die Effelder Hobbymimen haben festgestellt, dass Holland-Moritz die Sache anders angeht. "Er holt aus jeder Rolle was raus", sagt Brigitte Nußbaum.

Gaby Forger-Pommerening gründete den Effelder Theaterverein vor 13 Jahren, ist seitdem nicht nur Darstellerin, sondern auch Vorsitzende. Die Erzählungen ihres Vaters, der in den 1960er Jahren im Almenrausch-Ensemble mitspielte, brachten sie auf die Idee, der Theatergruppe neues Leben einzuhauchen.

"Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde schon auf einer Naturbühne im Wald gespielt. Und im Gasthof "Zur Linde", erinnert sie sich. Mit dem Schwank "Anton in der Heilanstalt" feierten die Mimen 2004 ein erfolgreiches Comeback des Theatervereins, der sich seitdem wieder großer Beliebtheit erfreut.

Diesmal wurde die Komödie "Trouble im alten Hof" von Karin Münnich und Martina Worms auf Effelder Verhältnisse zugeschnitten. Im Erdgeschoss des Hauses der Familie Overberg-Bocouse befindet sich die Gaststätte "Zur Linde". Hier steht Besitzer Bernhard Overberg (gespielt von Toni Eyßen) hinterm Tresen, Schwiegersohn Gilberd Bocouse (Heiko Holland-Moritz) ist der Koch und mit der Wirtstochter Lisa (Brigitte Nußbaum) liiert. Eines Tages kommt der Gastwirt auf die Idee, dass auch seine Tochter Lena (Gaby Forger-Pommerening) einen Mann brauche. Mit Enkel Philipp (Stefan Laprell) gibt er kurzentschlossen eine Heiratsannonce auf, während Lena mit ihrer Schwester Lisa den gewünschten Partner lieber auf spirituelle Weise bei einer geheimnisvollen Séance sucht. Unter den zahlreichen Antworten auf die Heiratsannonce ist auch der Brief des raffinierten Heiratsschwindlers Theodor von Waldhausen (André Krause) - der Ärger ist programmiert.

Ein Großteil der Einnahmen wird wie schon in den Jahren zuvor an das Kinderhospiz Balthasar in Olpe gespendet. Die Aufführungen finden statt am Freitag, 28. Oktober, 19.30 Uhr, am Samstag, 29. Oktober, 19 Uhr, sowie am Sonntag, 30. Oktober, 18 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vorher.

Eintrittskarten zum Preis von sieben Euro für die Aufführungen im Effelder Bürgerhaus sind ab Samstag, 1. Oktober, bei Berti Hohnen, Telefon 02432 4184, sowie bei Ute Staas, 02432 8912752 oder 01171 9368197, zu bekommen.

Quelle: RP
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