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Wassenberg
Grundschüler schnuppern Zeitungsluft

Wassenberg: Grundschüler schnuppern Zeitungsluft
Wie die Erkelenzer Lokalausgabe der Rheinischen Post entsteht, erklärte RP-Redakteurin Angelika Hahn den Birgelener Grundschulkindern mit Lehrerin Monika Kledtke-Ingmanns beim Besuch in der Redaktion. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wassenberg. Zeitungs-AG der Katholischen Grundschule Birgelen zu Gast in der RP-Lokalredaktion.

"Das Foto auf der Titelseite ist ein Hingucker", sagt RP-Fotograf Jürgen Laaser sachkundig mit Blick auf die Schülerzeitung "Die Tintenspur" der AG aus Viertklässlern der Katholischen Grundschule (KSG) Birgelen. Das Bild zeigt denn auch mehr symbolisch viele Füllfederhalter - denn natürlich ist die Zeitung am Computer entstanden, so wie das heute selbstverständlich ist. Seit Oktober haben 22 Jungen und Mädchen der Redaktionsgruppe jeden Mittwoch unter Leitung von Lehrerin Monika Kledtke-Ingmanns und der Journalistin Michaela Rosenbaum daran gearbeitet und natürlich auch zu Hause. Entstanden ist ein bunter und informativer Spiegel der Schulaktivitäten in den vergangenen Monaten, sogar kleine Interviews und eine Comic-Seite sind zu finden.

Also fast wie in einer "richtigen" Zeitung? - Das wollte die AG jetzt beim Besuch in der Erkelenzer RP-Lokalredaktion von Redakteurin Angelia Hahn erfahren. Und sammelte hohes Lob für die schöne Schülerzeitung. Allerdings erfuhren die Kinder beim Stöbern in den jüngsten Ausgaben der Rheinischen Post, dass eine Tageszeitung jeden Tag viele Stunden Arbeit von vielen Kollegen verlangt.

Die Schüler interessierte, wie man täglich Stoff für eine neue Zeitungsausgabe bekommt und wer daran mitarbeitet. Dass die Lokalredaktion, die aus fest angestellten Redakteuren und freien Mitarbeitern besteht, sehr diszipliniert planen und viele Kontakte knüpfen muss, um täglich aus vier Städten die wichtigsten Informationen bieten zu können, war für die Kinder gut nachvollziehbar. Auch dass Tageszeitungen wie die Rheinische Post über viele unterschiedliche Fachbereiche von der Welt- und Landespolitik bis hin zum Sport auf speziellen Seiten berichten, stellte die AG beim Durchblättern der Zeitungen fest. Im Lokalteil sahen die Schüler und Schülerinnen die verschiedenen Seiten für die Städte Erkelenz, Wegberg, Wassenberg und Hückelhoven, für die die Erkelenzer Lokalredaktion zuständig ist. Und einige Interessierte beobachteten dann, wie am Computer Artikel entstehen und eine Zeitungsseite zusammengestellt wird.

Wie man denn Journalist wird und was man dafür in der Schule gut können sollte, war ebenfalls Thema. "Gut und gerne Aufsätze und Schülerzeitungsartikel zu schreiben, ist schon eine wichtige Voraussetzung", sagte Angelika Hahn. In der Regel seien zudem Abitur und ein Studium Grundlage für den Journalistenberuf und anschließend der Besuch etwa einer Journalistenschule, wie sie auch die Rheinische Post anbietet - verbunden mit dem Volontariat, der Lehre in verschiedenen Redaktionen.

"Erste Erfahrungen mit der Zeitungsarbeit machen Schüler und Studenten oft auch bei einem Praktikum in der Lokalredaktion", sagte Angelika Hahn und fügte beim Abschied hinzu: "Vielleicht sehe ich ja dann den Einen oder Anderen von Euch demnächst hier wieder."

(aha)
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