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Wassenberg
Gute Chancen aufs Naturpark-Tor

Wassenberg: Gute Chancen aufs Naturpark-Tor
Seit 2012 ersetzt die neue Begegnungsstätte am Eingang zum Judenbruch den Vorgängerbau von 1973, dessen Sanierung als zu teuer angesehen wurde. Eine Touristinformation war im Neubaukonzept schon einmal angedacht. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. Wassenberg hat sich beim Naturpark Schwalm-Nette dafür beworben, in der Begegnungsstätte am Pontorsonplatz ein "Naturpark-Tor" einzurichten - als Nachfolger des Naturparkzentrums Wildenrath, das Ende des Jahres schließt. Von Angelika Hahn

Wassenberg hat offenbar beste Chancen, vom Naturpark Schwalm-Nette den Zuschlag für eines der neuen "Naturpark-Tore" zu bekommen: und zwar in der Begegnungsstätte am Pontorsonplatz, die dafür nicht einmal umgebaut werden müsste. "Die Stadt hat den Antrag gestellt, und es sieht so aus, als ob wir alle notwendigen Voraussetzungen für dieses ,Tor' erfüllen", sagte Bürgermeister Manfred Winkens gestern im RP-Gespräch. Ortsbesichtigungen und ein ganztägiges Gespräch mit Naturparkgeschäftsführer Michael Puschmann in der vergangenen Woche stimmten ihn zuversichtlich, sagte Winkens.

Sogenannte Naturpark-Tore gehören zum neuen Tourismuskonzept des Naturparks ab 2017. Neben dem Naturparkzentrum in Wachtendonk soll in der südlichen Region des Naturparks Schwalm-Nette, also dem Bereich Wegberg-Wassenberg, ein so genanntes Naturpark-Tor entstehen - als Nachfolger für das heutige, schlecht frequentierte Wildenrather Naturparkzentrum, das bekanntlich zum Jahresende seine Pforten schließt, auch weil der Nutzungsvertrag ausläuft.

Die (auch andernorts geplanten) Naturpark-Tore sollen moderne Anforderungen einer Tourismusinformation mit den bekannten Naturparkveranstaltungen (etwa Ausstellungen) verbinden und an sechs Tagen in der Woche wie eine Tourist-Information geöffnet und mit Fachpersonal ausgestattet werden, was auch allgemeine Touristinformationen über Stadt und Region einschließt. Damit die fast tägliche Öffnung gewährleistet ist, müssen sich Bewerberkommunen auch mit einer Personalstelle an dem Projekt Naturpark-Tor beteiligen, eine weitere halbe Stelle trägt der Naturpark. Auch dies sei für Wassenberg kein Problem, sagte Winkens. Gedacht werde daran, die Arbeitsplätze der Tourismusfachkraft und eventuell einer Kollegin vom Stadtmarketing vom Rathaus in die Begegnungsstätte zu verlegen.

Auch in Wegberg gab es Interesse an einem Naturpark-Tor nach Schließung des Naturparkzentrums Wildenrath. Letztlich scheiterte der Plan jedoch an den Personalkosten, die die Stadt aufgrund ihrer prekären Haushaltslage nicht tragen will. Der Fachausschuss entschied sich deshalb dafür, für die - ebenfalls neue - kleinere Lösung eines sogenannten "Naturpark-Info-Points" einen privaten Betreiber in Wegberg zu suchen. Naturpark-Info-Points werden definiert als "niederschwelliges Info-Angebot in frequentierten Einrichtungen", etwa Gastronomie, Hotels, Einzelhandel oder Museen.

Wassenberg hatte laut Winkens drei Örtlichkeiten für das Naturpark-Tor angeboten: Neben der Begegnungsstätte den Rathaus-Altbau/Erdgeschoss ("Villa Nina") und den Bergfried. Aufgrund des besten Raumprogramms, optimaler Barrierefreiheit, guter Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten machte die Begegnungsstätte das Rennen bei den Naturpark-Verantwortlichen. Die signalisierten auch, dass die bisherigen Nutzungen durch die Stadt, etwa fürs Seniorencafé, die Bücherkiste oder Veranstaltungen beibehalten werden können.

Quelle: RP
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