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Wassenberg
Jung und Alt haben viel Spaß beim Bingo

Wassenberg. Kinder der Wassenberger Johanniter-Kindertagesstätte besuchen regelmäßig die Senioren im Stift. Von Eva Weingärtner

Kaum dass die Bewohner im Restaurant des Johanniter-Stifts Wassenberg an einem langen Tisch Platz genommen haben, ertönen vom Flur her Kinderstimmen. Herein kommt eine Schar von Kindern der "Gelben Gruppe" mit Gruppenleiter Peter Küppers von der Johanniter-Kindertagesstätte "Regenbogen" Wassenberg. Gemeinsam wollen sie mit den Bewohnern Bingo spielen.

Einige Kinder setzen sich gleich neben die Senioren, wissen sie doch genau, dass diese ihnen hilfreich zur Seite stehen. Denn in der Kindertagesstätte hat das Bingospiel nur Zahlen bis 30. Hier jedoch muss man die Zahlen bis 90 können. Und da ist so mancher Zahlendreher schnell möglich. Alexa, sechs Jahre, platziert sich gleich neben Bewohnerin Sibilla Lemmens. Dann geht es auch schon los. Gabi Hardt vom Sozialen Dienst begrüßt alle zur "großen Bingorunde". "Neues Spiel, neues Glück", fordert sie zum Mitmachen auf. Sie dreht die Trommel. Die erste Zahl ist eine 42. "Vier und zwei", sagt Hardt die einzelnen Zahlen auf, damit die Kinder diese verstehen. Bei der 27 passiert es dann. Alexa verdreht die Zahl und deckt die 72 ab. Doch Sibilla Lemmens hat gut aufgepasst und legt das Plättchen wieder zur Seite.

Christine Mertens, Leitung Sozialer Dienst, erklärt derweil, dass wenn der erste Bingo gerufen hat, das Spiel noch nicht zu Ende ist, sondern noch zwei weitere Gewinner abgewartet werden. Auf einmal geht es recht schnell. Bewohnerin Hildegard Stevens ruft "Bingo". Kurz danach rufen Shona, fünf Jahre, und Bewohnerin Alwine Moritz "Bingo". Während sich die Seniorinnen ein Deo und Duschgel als Preise aussuchen, wählt Shona aus Preisen wie Wasserpistolen, Trillerpfeifen, Malstiften und einem Kartenspiel einen Zauberwürfel mit Sternen aus. Dann wird noch eine zweite Runde, diesmal mit zwei Karten, gespielt, um die doppelte Chance auf einen Gewinn zu haben. Diesmal gehören Sibilla Lemmens, die sechsjährige Lara und Alexa zu den Gewinnern. Bei der letzten Runde schließlich haben die Kinder keine Chance. Die Sieger sind die Bewohner. Doch Gabi Hardt verkündet: "Die Kinder, die nichts gewonnen haben, können sich jetzt ein Geschenk abholen." Zudem gibt es für alle ein Tütchen mit Süßigkeiten.

"Wir kooperieren schon seit Jahren mit der Johanniter-Kindertagesstätte", sagt Christine Mertens. Ein Mal im Jahr finde das Bingospiel zwischen Jung und Alt statt. Sinn und Zweck sei, die Hemmschwellen, die den Umgang mit älteren Menschen betreffen, zu überwinden und Berührungsängste zu nehmen.

Für die Bewohner dagegen sei der Umgang mit den Kindern eine große Freude. Es mache ihnen Spaß, gemeinsam zu spielen und den Kleinen zu helfen. Der Besuch der Kinder sei eine schöne Abwechslung, so Mertens.

Quelle: RP
 
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