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Wassenberg
"Kibaz" - Bewegungsfreude statt Wettkampf

Wassenberg: "Kibaz" - Bewegungsfreude statt Wettkampf
Aus dem Stand in einen Reifen springen - eine Aufgabe im Parcours fürs Kinderbewegungsabzeichen, bei dem es keine Verlierer gibt. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. 120 Kinder haben beim Sportfest der DJK Wassenberg die Aufgaben fürs Kinderbewegungsabzeichen durchlaufen. Von Michael Moser

Auf die Frage, wie man Kinder an sportliche Bewegungsabläufe sowie die Freude und das Erleben von persönlichen Erfolgen heranführen kann, hat die Sportjugend Nordrhein-Westfalen eine passende Antwort parat: Durch das Erlangen von "Kibaz", dem Kinderbewegungsabzeichen. Dabei sollen Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren einen Parcours mit zehn Bewegungsstationen durchlaufen, ohne eine Zeitbegrenzung beachten zu müssen. Dabei können sie ihre Vorlieben, Stärken und individuellen Talente entdecken.

Beim Sommerfest, das die DJK Wassenberg nach fünf Jahren Unterbrechung wieder auf dem Sportgelände am Wingertsberg ausrichtete, bestand nun die Möglichkeit für Kinder, das Kibaz zu machen. Und DJK-Vorsitzender Heinz Wynen zeigte sich hocherfreut, wie gut das Angebot angenommen wurde: "Insgesamt haben rund 120 Kinder hier mitgemacht und das Abzeichen erhalten. Der gute Besuch ist natürlich auch auf das gute Wetter zurückzuführen."

Mit viel Freude gingen die Kleinen dann auch die diversen Aufgaben an. Mal mussten sie durch einen Tunnel kriechen und anschließend einen Gegenstand, der in einem Beutel eingepackt war, ertasten. An einer anderen Station mussten sich die Kids gerade mit dem Rücken, der dann frei schwebte, auf zwei Turnkisten legen. Diese Übung soll zur Wahrnehmungsentwicklung beitragen. Kognitiv wirken soll eine andere Übung, bei der die Teilnehmer mit Spielklötzen ein vorgegebenes Gebilde nachbauen müssen. So hatte jede der zehn Stationen ihre spezielle Herausforderung für die Kinder, wie beim Ballzielwurf, einem Speerwurf durch zwei Ringe oder einem Eierlauf, der zum Teil über Holzwippen gegangen werden musste. Unter den Augen von Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens erledigten die Kinder die Aufgaben mit viel Spaß und erhielten an jeder Station einen Stempel auf ihrer Laufkarte, die sie nicht ohne Stolz präsentierten.

Neben dem Bürgermeister ließ es sich auch Hans-Joachim Hofer, Vorsitzender des Diözesanverbands Aachen der DJK, nicht nehmen, in Wassenberg dabei zu sein. Und Hofer betonte, dass es beim Kibaz nicht um vergleichende Leistungen gehe: "Das Kibaz ist eine Wertschätzung für jedes Kind." Und so erhielten auch alle Teilnehmer eine Urkunde, ein Malbuch und einen Orden.

Die zahlreichen Besucher am Wingertsberg wurden übrigens von der DJK Wassenberg kostenlos zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Quelle: RP
 
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