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Wassenberg
Kirchenchöre begeistern

Wassenberg: Kirchenchöre begeistern
Der Kirchenchor an St. Lambertus Birgelen unter Leitung von Heinz-Peter Küppers eröffnete das Konzert. FOTO: Laaser
Wassenberg. Wassenberger Kirchenchöre und Gäste boten den Musikfreunden ein engagiertes Konzert in der Birgelener Kirche St. Lambertus. Auf dem Programm standen kirchliche und weltliche Stücke. Von Willi Spichartz

Für einen Teil der Konzertbesucher in der Birgelener Kirche war der Sonntagabend eine besonders runde Sache: Nach hervorrangender Musik schnell nach Hause und Borussia Mönchengladbach gucken, was genauso lohnend war wie zuvor das Konzert von sieben Chorgemeinschaften aus dem Stadtgebiet Wassenberg und Gästen aus Lieck mit unterschiedlichen Akzenten. Das Angebot war offensichtlich so attraktiv, dass fast alle der rund 460 Sitzplätze des klassizistischen Lambertus-Gotteshauses besetzt waren.

Auf Glockenschlag fünf Uhr Winterzeit schlug Heinz-Peter Küppers als Leiter des Cäcilienchors von St. Lambertus die ersten Klaviertöne des Konzerts an: Mit dem "Festgesang" von Christoph W. Gluck hatte man ein feierliches Stück gewählt mit etwas volksliedhaftem Charakter. Der 36-köpfige Cäcilia-Chor wurde für die "Missa Brevis" von Mozart um die Kirchenchorgemeinschaft Wassenberg-Unterstadt/Effeld verstärkt, mit der auch das anrührend-feierliche "Panis Angelicus" ("Engelsbrot") geboten wurde, dessen Text 1264 Thomas von Aquin schrieb. César Franck schuf die Komposition dazu. Luciano Pavarotti sang das Stück mit dem Popstar Sting für eine CD ein.

Mehrstimmig-fröhlich dann die Unterstadt-Effelder mit "Lobt Gott getrost mit Singen" von Adam Gumpelzhaimer, dem die Sängerinnen und Sänger von St. Mariä Himmelfahrt aus Ophoven unter Leitung von Peter Krings mit drei munteren Stücken folgten, die teils zum Tanzen reizten.

Die Abteilung weltliche Musik bot der Frauenchor "Butterfly" des Gesangvereins Lieck, der sich auch schon im lockeren Outfit (mit "Loop"-Schals) von den anderen Klangkörpern unterschied. Der Chor interpretierte Musicalmelodien mehrstimmig und erntete mit dem Song "Einmal" aus dem "Glöckner von Notre Dame", einer Ode an die Menschlichkeit, viel Beifall. Die Leitung hatte Gerd Geradts. Überhaupt folgte jedem Stück dankbarer Beifall des Publikums.

Der etwas kleinere Chor von der Oberstädter Marienpfarre, Leitung Jürgen Hausmann, konnte mit klassischem Kirchenliedgut gefallen und fand mit dem mittelalterlichen "Ave verum corpus" einen verhaltenen Ausklang. Mit dem "Te Deum laudamus" von Mozart hatte sich der experimentelle "Projektchor Wassenberg" unter Heinz Peter Küppers ein anspruchsvolles Werk von Mozart in vier Einzelstücken vorgenommen, deren unterschiedliche Charaktere dezidiert herausgearbeitet wurden - das Publikum applaudierte begeistert.

Auch der 22-köpfige Männergesangverein Wassenberg hatte sich religiöses Liedgut vorgenommen mit dem einzigen Solopart des Abends in "Oh my lord". Zum Abschluss dann die Birgelener Cäcilianer mit dem zweistimmigen "Dona Maria", der passenden Hymne zum Ausklang des Konzerts und des Marienmonats Oktober.

Quelle: RP
 
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