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Wassenberg
Kirchengeschichte Ophovens lebendig vermittelt

Wassenberg: Kirchengeschichte Ophovens lebendig vermittelt
Paul Dammers versteht es, Menschen die Geschichte der Ophovener Wallfahrtskirche interessant zu vermitteln. FOTO: Heldens
Wassenberg. Seit Jahrzehnten ist die Wallfahrtskirche in Ophoven ein Ziel vieler Wallfahrer. Grade zur "Oktav" im August wird die Kirche aus dem Jahr 1198 gerne besucht. In der Kirche gibt es viele kleine sichtbare und unsichtbare Geheimnisse zu entdecken.

Schwerlich ist es, diesen Dingen allein auf die Spur zu kommen. Mit Hilfe von Paul Dammers gelingt das jedoch sehr schnell.

Mit den Worten "aus Tuffstein gebaut, Schiefer gedeckt, und es ist die einzige romanische Kirche nördlich der Alpen mit Fresken an den Wänden" beginnt die einzigartige Exkursion durch die Geschichte St. Maria Himmelfahrt in Ophoven. In jahrelanger Arbeit und auf vielen Reisen hat sich Paul Dammers das Wissen angeeignet, das nötig ist, um eine solch interessante Reise durch die vergangenen 819 Jahre überhaupt machen zu können.

Ursprünglich als Zisterzienser-Filialkloster gedacht, der Hauptsitz befand sich in Dalheim-Rödgen, beherbergte das Kloster zunächst Nonnen und Mönche, was aus einer Urkunde aus dem Jahr 1202 hervorgeht. 1232 waren Mönche wohl nicht mehr in Ophoven, eine Urkunde berichtet nur noch von Konventualinnen.

Aus dem Jahr 1520 stammt der Antwerpener Schnitzaltar, der sich in der Ophovener Kirche befindet. Dammers weiß nicht nur das Jahr der Herstellung dieses Altars, er weiß auch zu berichten, dass dieser erst 1699 nach Ophoven kam. Auch das "Zeichen" des Herstellers - eine schwarze Hand - ist auf diesem Altar zu finden. Und so geht die Reise durch die Jahrhunderte, mit vielen Geschichten rund um die Ophovener Kirche, eine der wenigen Kirchen, in der es den Heiligen Josef als jungen Mann - mit Jesus an der Hand - zu bestaunen gibt. Rund eine Stunde dauert die hochinteressante Führung durch 819 Jahre Ophovener Kirchengeschichte. Interessierte Gruppen, die gerne geführt werden möchten, können sich ans Wassenberger Pfarrbüro wenden. Dammers ist engagierter Ehrenamtler, der keine Teilnahmegebühr verlangt. Aber Spenden zum Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks sind stets willkommen.

(uh)
 
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