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Wassenberg
Kulinarische Schmugglerroute

Wassenberg: Kulinarische Schmugglerroute
Ist die Landschaft bereits ein kostbares Juwel, so lohnt es auch, an den vielen Sehenswürdigkeiten - wie dem Wassenberger Bergfried - zu rasten. FOTO: J. Laaser
Exklusiv | Wassenberg. Gastronomen auf deutscher und niederländischer Seite kamen auf die Idee: Radfahren und gut schlemmen - das lässt sich in Einklang bringen. Und obendrauf gibt es eine tolle Landschaft zu erleben. Von Anke Backhaus

Die Grenze ist längst nicht mehr sichtbar. Wer auf deutschem und niederländischem Boden unterwegs sein will, kann dies grenzenlos genießen. Das Meinweggebiet mit all seinen Facetten ist nicht nur für Naturfreunde ein Genuss. Auch für Radfahrer ist die Region so etwas wie ein kleines Paradies. Das haben auch die örtlichen Gastronomen auf deutscher und niederländischer Seite erkannt. Radeln und schlemmen - das ist das Motto der Schmugglerroute, die rund 55 Kilometer lang ist.

Mit im Boot sind acht Gastronomiebetriebe, die die Radfahrer einladen, sich auf der Route kulinarisch verwöhnen zu lassen. Serviert wird ein Drei-Gänge-Menü an drei unterschiedlichen Standorten. Die Radler entscheiden selbst, wo sie die Vorspeise, den Hauptgang und das Dessert genießen möchten. "Es ist ein grenzüberschreitendes Vergnügen für unsere Gäste, die gerne Aktivität und zugleich Kulinarik miteinander verbinden wollen", sagt etwa Birgit Wilms-Regen von Haus Wilms in Wassenberg-Effeld. Neben Haus Wilms haben sich auch die Burg Wassenberg, die Tüschenbroicher und Dalheimer Mühle auf deutscher Seite sowie der Venhof, das Kasteel Daelenbroeck und Restaurant St. Andrews in Herkenbosch und das Boshotel in Vlodrop auf niederländischem Boden zusammengetan.

Die Route hat keinen offiziellen Start- und Zielpunkt. Dank des gut ausgearbeiteten Fuß- und Radwegenetzes (in Deutschland sind die Knotenpunktnummern rot, in den Niederlanden grün) ist der Beginn dieser besonderen Tour an unterschiedlichen Stellen möglich.

Die gesamte Strecke der Schmugglerroute verläuft überwiegend auf ausgeschilderten Radwanderwegen beiderseits der Grenze. Lediglich Haus Wilms und das Boshotel liegen direkt an der Route, alle übrigen Gastronomiebetriebe sind leicht abseits gelegen, aber einfach aufzuspüren. Besonders praktisch: Die Entfernungen zwischen den einzelnen Restaurants fallen gemäßigt aus. Beispiel: Von Kasteel Daelenbroeck bis Haus Wilms ist die Strecke nur 5,5 Kilometer lang, 12,1 Kilometer lang ist die Strecke von der Tüschenbroicher Mühle bis zur Dalheimer Mühle.

Ist die Landschaft bereits ein kostbares Juwel, so lohnt es allerdings auch, an den einzelnen Stationen einfach mal zu rasten, denn entlang der Strecke gibt es viele Sehenswürdigkeiten, in deren Geschichte man eintauchen sollte. Vor allem die Tüschenbroicher und Dalheimer Mühle bieten hier eine große Vielfalt zum Verweilen. Unterdessen lädt der restaurierte Bergfried in Wassenberg ein, eine traumhafte Aussicht über die weite Umgebung zu genießen. Stimmt das Wetter, lässt es sich von hoch oben vortrefflich weit ins Rurtal blicken.

Quelle: RP
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