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Wassenberg
Mehr Raum für die Feuerwehr ?

Wassenberg: Mehr Raum für die Feuerwehr ?
Blick ins Wassenberger Feuerwehrgerätehaus neben dem Rathaus. Gestaffelt stehendende Fahrzeuge und Spinde fürs Umkleiden in der Wagenhalle sollen durch den fürs kommende Jahr geplanten Anbau der Vergangenheit angehören. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. In der nächsten Woche steht der Brandschutzbedarfsplan auf der Tagesordnung im Wassenberger Hauptausschuss. Größtes Projekt sind Baumaßnahmen für die Löschgruppen Wassenberg und Myhl. Von Angelika Hahn

Der überarbeitete Brandschutzbedarfsplan für die Stadt Wassenberg liegt vor und wird in der kommenden Woche im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert. Ein wichtiges Vorhaben darin sind zwei große Neubaumaßnahmen: die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Wassenberg und der Komplettneubau des Feuerwehrhauses für Myhl.

Sowohl das Feuerwehrhaus neben dem Rathaus als auch das aus einem früheren Wohnhaus entstandene Gerätehaus an der zentralen Straßenkreuzung in Myhl entsprechen nicht mehr den Vorgaben der Gemeindeunfallkasse, erläuterte Hermann-Josef Limburg im Gespräch. Der Diplomingenieur ist in der Stadtverwaltung zuständig für die Gebäudeunterhaltung.

In beiden Häusern stehen die Wagen eng gedrängt, teilweise hintereinander, was nicht mehr gestattet sei. Die Spinde der Wehrleute befinden sich in der Fahrzeughalle, Raum zum Umkleiden bleibt kaum. Während das Wassenberger Haus um einen Anbau zum hinteren Parkplatz der Stadtverwaltung hin erweitert werden soll, sieht man für Myhl einen Neubau an anderer Stelle vor, und zwar an der Schulstraße auf dem heutigen Parkplatzbereich unterhalb der Alten Schule. Es sei daran gedacht, das heutige Grundstück des Gerätehauses in Myhl zu veräußern, informierte Limburg, der die Pläne für beide Bauprojekte erstellt hat. Wenn der Stadtrat die Planung absegnet - was wohl zu erwarten ist -, würde der Wassenberger Bau von jetzt 300 Quadratmetern um 150 Quadratmeter Nutzfläche erweitert und sich im Klinkerbaustil dem bestehenden Gebäude anpassen.

Platz im Neubau gäbe es für vier der künftig wohl sechs Fahrzeuge und einen Umkleideraum. In den vorhandenen, weiter genutzten Sozialräumen im Bau der Stadtverwaltung könnte dann auch ein Umkleideraum für Frauen entstehen, erläutert Limburg die Planung. Der Zeitplan sehe die Vergabe der Bauarbeiten in der Dezember-Ratssitzung vor und einen (je nach Wetter) möglichen Baubeginn ab Januar sowie eine Bauzeit von rund einem halben Jahr.

Umstellen müssen sich dann Besucher des Rathauses, die die hinteren Parkplätze in der Bauphase nicht nutzen können. Für die Wehrleute wird mit dem Neubau eine Zufahrt von der Straße Am Kulenberg zum Gerätehaus geschaffen. Insgesamt werden durch die Neubauplanung nach aktuellem Stand rund 15 Parkplätze entfallen, was die Stadt jedoch für vertretbar hält, wie Limburg erläutert. Rund 250.000 Euro beträgt die Investitionssumme.

Der Neubau für Myhl wird laut Planung rund 550.000 Euro kosten. Es soll eine Halle von 180 Quadratmeter Größe entstehen, 220 Quadratmeter sehen Limburgs Pläne für Nebenräume (Umkleiden für Männer und Frauen, Schulungsraum, Werkstatt) vor. Details der Bauausführung seien noch zu besprechen, etwa ob das Gerätehaus in Fertig- oder Massivbauweise errichtet wird. Vorgesehen ist, dass der Bauantrag bis Ende November dem Kreis vorliegen soll.

Quelle: RP
 
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