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Wassenberg
Mit neuen Hinweistafeln der Geschichte auf der Spur

Wassenberg. "Aktionsgemeinschaft Birgelen hat Zukunft" setzt Beschilderung historischer Stätten fort. Marktgestaltung bald Thema.

Mehr als tausend Jahre Geschichte haben in Birgelen Spuren hinterlassen, über die es einiges zu berichten gibt. In der weiteren Umgebung bekannt sind das Birgelener Pützchen und die alte Birgelener Bergkirche, deren Anfänge auf die Zeit um das Jahr 800 zurückgehen. Überbleibsel des alten Taufbeckens der Bergkirche sind im Heinsberger Begashaus zu besichtigen.

Weitaus weniger bekannt sind die vielen, für die Ortsgeschichte bedeutsamen Stätten und Gebäude, von denen heute leider nur noch Abbildungen oder Spuren im Boden übriggeblieben sind.

Seit dem letzten Herbst hat die "Aktionsgemeinschaft Birgelen hat Zukunft" wie berichtet in und um Birgelen herum mehrere bebilderte Hinweisschilder, die auf interessante Begebenheiten aus der Birgelener Vergangenheit aufmerksam machen sollen, aufgestellt. Dieses Engagement geht kontinuierlich weiter.

Für die Anfertigung der Hinweisschilder stellte Birgelens Heimatkundler und Ehrenbürger Franz-Josef Breuer einige ausdrucksvolle Bilder aus vergangenen Tagen mit den dazugehörigen Beschreibungen aus seinem umfangreichen Dorfarchiv zu Verfügung; Kurt Stieding aus Effeld sorgte für eine ansprechende grafische Gestaltung.

Alleine vier dieser Schilder säumen seit Kurzem den von vielen Spaziergängern beschrittenen Premium-Wanderweg "Birgeler Urwald": Entlang des Weges können interessierte Wanderer einiges über den Kreuzweg zum Birgelener Pützchen, den Friedhofsberg, die alte Bahnstrecke "Dalheim-Jülich" und den ehemaligen "Westwall" an Ort und Stelle erfahren.

In Birgelen befinden sich jetzt Schilder, die an das einstige Rittergut "Haus Birgelen", den Gasthof "Zum Falken" und die Birgelener Wassermühle erinnern. An der hundertjährigen Grabstätte der Oberin des einstigen Birgelener Klosterkrankenhauses wurde ebenfalls eine Hinweistafel aufgestellt und eine dazu passende Bepflanzung angelegt. Die Aktionsgemeinschaft hofft, mit ihrem Einsatz für die Ortsgeschichte und Ortsgestaltung auch beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" in diesem Jahr punkten zu können. Schließlich entstand die AG, die sich den Namen "Birgelen hat Zukunft" gegeben hat, 2014 als lockerer Zusammenschluss von Menschen, die etwas bewegen wollen, vor dem Hintergrund der Birgelener Ambitionen im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Dieser Schwerpunkt soll auch künftig erhalten bleiben.

Schon seit einigen Wochen fertig ist das Birgelener Anker-Wappen auf dem neuen Kreisverkehr L117, das die Aktionsgemeinschaft gestiftet hat, derzeit sieht das "Drumherum" allerdings noch etwas trist aus. Aber der Auftrag für eine attraktive Grün-Gestaltung des Kreisverkehrs sei von der Stadt vergeben, hieß es.

Die Aktionsgemeinschaft wartet auf die Vorplanung für die Umgestaltung des Markts, den sie Ende vergangenen Jahres beim Stadtrat beantragt hatte. Wie Planungsausschuss-Vorsitzender Karl-Heinz Dohmen, selbst Birgelener, jetzt auf Nachfrage sagte, steht das Thema auf der Tagesordnung des nächsten Planungsausschusses am 10. Mai. Dass die Aktionsgemeinschaft sich in dieser Sache weiter einbringe, sei durchaus erwünscht.

(aha)
 
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