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Wassenberg
Neue Identität für den alten Marktplatz

Wassenberg: Neue Identität für den alten Marktplatz
Der Birgelener Marktplatz mit Brunnen wirkt nicht mehr besonders attraktiv. Er soll nun aufgewertet werden. Ortsvorsteher Andreas Thißen koordiniert nun die weiterführenden Gespräche. FOTO: ANGELIKA HAHN
Wassenberg. Zwei Dörfer sollen schöner werden: Die Stadt Wassenberg lässt die zentralen Plätze in Birgelen und Effeld neu planen. In Birgelen wollen die Einwohner bei der Gestaltung mithelfen. Zum Martinusplatz sollen noch Gespräche geführt werden. Von Philipp Schaffranek

Die Neugestaltung des Marktplatzes Birgelen wird konkreter. Im Planungsausschuss der Stadt stellte Joachim J. Scheller von der Planungsgruppe Scheller einen Entwurf für den Umbau des Marktplatzes vor. Anhand dieses Entwurfs sollen nun Abstimmungsgespräche mit der Aktionsgemeinschaft "Birgelen hat Zukunft" geführt werden. Das beschloss der Planungssauschuss einstimmig. Im vergangenen Oktober hatte die Aktionsgemeinschaft "Birgelen hat Zukunft" einen Bürgerantrag mit zahlreichen Ideen und Wünschen für eine Neugestaltung des Platzes an die Stadt gerichtet. Darin war auch Unterstützung bei anfallenden Arbeiten signalisiert worden.

"Unser Ziel war es, dem Platz eine ganz neue Identität zu geben", erläuterte Scheller. Der Platz soll multifunktional sein, Alleinstellungsmerkmale besitzen, Charakter haben, in die Ortschaft eingebettet sein und Gehwege verbinden. Der Entwurf sieht eine Zufahrt zur Lambertusstraße vor. Gehwege sollen den Marktplatz von der Rosenthaler Straße und vom Mittlerer Weg zugänglich machen. Der Platz, der mit mobilen Baumträgern unterteilt werden soll, könnte 66 Parkplätze bieten. "Diese können bei Bedarf umgestellt werden", sagte Scheller. Bei Dorffesten biete der Platz dann eine große Fläche, auf der auch ein Festzelt aufgestellt werden könnte.

Die Planungsgruppe möchte vor dem Feuerwehrgerätehaus einen "großen Bewegungsraum" schaffen. Eine Grünfläche "mit besonderen Farben", die ein "Alleinstellungsmerkmal" biete, könnte sich Scheller in Richtung Rosenthaler Straße sehr gut vorstellen. Auch Findlinge und Kies könnten dort Verwendung finden, damit der Platz auch im Winter Charakter habe. Neben funktionalen Laternen wären laut Scheller auch Effektstrahler denkbar, die den Platz bei Nacht in Szene setzen.

Darüber hinaus könne eine moderne Schutzhütte mit einer Rückwand aus Cortenstahl den Platz aufwerten. Hier würde eine Informationstafel hinpassen. Der Entwurf umfasst auch die Installation einer E-Bike-Ladestation. "Das erhöht die Attraktivität für auswertige Besucher", sagte Scheller.

Birgelens Ortvorsteher Andreas Thißen (CDU) lobte die Pläne: "Ich bin begeistert davon." Der Entwurf entspreche vielen Wünschen der Aktionsgemeinschaft "Birgelen hat Zukunft". Die Aktionsgemeinschaft hatte unter anderem eine Verbesserung der Grünanlagen und Beleuchtung, eine Schutzhütte mit Informationstafel, mobile Pflanzenkübel und Ladestationen für E-Bikes vorgeschlagen. Als Ortsvorsteher wird Thißen nun die weiteren Absprachen koordinieren.

Auch der Martinusplatz in Effeld soll umgestaltet werden. Der Planungsausschuss beschloss einstimmig, dass konkrete Umbaupläne mit den örtlichen Interessenvertretungen zu besprechen sind. Zuvor hatte die Planungsgruppe Scheller einen Entwurfsplan vorgestellt. Dieser dient als Grundlage für die weiteren Gespräche. Für den Martinusplatz hat das Planungsbüro zwei verschiedene Varianten erarbeitet. Die erste Variante sieht einen "in sich geschlossenen Platz" vor, erklärte Joachim J. Scheller von der Planungsgruppe. Eine Schnitthecke könne den Platz von der Umgebung abgrenzen.

Die zweite Variante sei hingegen "durchlässig und transparent" und ohne Hecke. In beiden Fällen schlägt die Planungsgruppe spitz zuwachsende Bäume vor, die am Rand gepflanzt werden sollen.

Die Hauptzufahrt auf den Platz an der Kreuzstraße bleibt in beiden Entwürfen bestehen. Eine weitere Zufahrt biete sich von der Straße Am Bach aus an, sagte Scheller. Diese Zufahrt soll jedoch nur bei Bedarf geöffnet werden können und in der Regel mit Pollern geschlossen werden.

"Der Platz muss zudem grundlegend saniert werden", sagte Scheller. Da die Dorfstraße gepflastert sei, biete sich eine Pflasterstruktur auch für den Martinusplatz an. Insgesamt sei Raum für 33 Parkplätze, die durch Natursteinbänder markiert werden sollen. Struktur soll durch mobile Baumträger geschaffen werden, die bei Bedarf umgestellt werden können.

An der Ecke zur Kreuzung Dorfstraße/Kreuzstraße/Steinkirchener Straße sei Platz für eine Schutzhütte und eine Informationstafel. Dort könne auch eine E-Bike-Ladestation installiert werden.

Die möglichen Kosten für die erste Variante mit Hecke liegen bei 204.000 Euro. Die zweite Variante veranschlagen die Planer mit 207.000 Euro. Nun sollen Gespräche mit den Interessengruppen in Effeld, unter anderem mit den Naturfreunden Effeld, geführt werden.

Quelle: RP
 
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