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Wassenberg
Neues Hochbeet für die Flüchtlingsunterkunft geschaffen

Wassenberg: Neues Hochbeet für die Flüchtlingsunterkunft geschaffen
Flüchtlinge und Ehrenamtliche des Netzwerks um Irmgard Stieding (r.) machten sich gemeinsam ans Gärtnern. FOTO: Flüchtlingsnetzwerk
Wassenberg. Das Flüchtlingsnetzwerk hatte die Idee und alle fassten mit an: Bewohner der Unterkunft brachten Kenntnisse bei der Einrichtung eines Hochbeetes ein.

Ob aus Pakistan, dem Iran, Syrien oder Wassenberg - beim Gärtnern sprechen alle die gleiche Sprache. Mit Spaten, Harke, Schaufel und Gießkanne waren Vertreter des Flüchtlingsnetzwerks Wassenberg und Bewohner des Flüchtlingsheims in Birgelen mit Begeisterung dabei, als es darum ging, vor Ort ein Gemüse- und Kräuterbeet anzulegen.

Alle arbeiteten Hand in Hand, gemeinsam überlegte man, in welchem Hochbeet welche Gewächse eingepflanzt werden sollten und vor allem, wie. Die Kinder schleppten Gießwasser herbei, und alle packten mit an, um Schnittlauch, Oregano, Petersilie, Salat, rote Beete, Kohlrabi und Porree in die Erde zu bringen ebenso wie Johannisbeersträucher und Erdbeeren.

"Wir haben eine bunte Mischung aus Gemüsen, Kräutern und Beeren zusammengestellt, damit für jeden etwas dabei ist", sagt Irmgard Stieding vom Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg. Sie hatte die Idee zu dem Garten, formulierte daraus ein Konzept, reichte es beim Wettbewerb des Heinsberger Rotary Clubs ein und erhielt eine Prämie über tausend Euro.

Wer Irmgard Stieding kennt, weiß, es wurde nicht lang gefackelt, sondern das Projekt sofort umgesetzt. Stieding erkundigte sich bei der Stadt nach einem geeigneten Stück Land, das selbstverständlich in unmittelbarer Nähe des Flüchtlingsheims sein sollte, damit die Asylbewerber problemlos ihren Garten pflegen, bearbeiten und die Früchte ernten können. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit entschied man sich für Hochbeete. Kurzerhand wurden fünf schwere Betonringe angeschafft und neben dem Parkplatz vor dem Flüchtlingsheim platziert.

Der Wassenberger Bauhof befüllte die Hochbeete mit 20 Kubikmetern vorgedüngtem Mutterboden. "Wenn die Asylbewerber Lust haben, können sie demnächst auch typische Kräuter und Pflanzen aus ihrer Region anpflanzen", so Irmgard Stieding. Aus ihrer Region? Wie klein die Welt ist, wurde deutlich, als sich Ahmed Mukhtar und Hasran Nawaz, beide Gärtner aus Pakistan, daran machten, das Schnittlauchbeet zu bepflanzen. "Das ist gut", freuten sie sich, "das kennen wir, daraus machen wir eine leckere Suppe". In Kürze können die ersten Salate geerntet werden. Die roten Johannisbeeren vernaschten die Kinder schon gleich beim Pflanzen.

Ein herzliches Dankeschön richtet das Flüchtlingsnetzwerk an dieser Stelle an den Rotary Club und an alle Helfer.

Quelle: RP
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