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Wassenberg
Pfeffersprayaktion: Schüler zahlt Feuerwehreinsatz

Wassenberg. 4888 Euro hatte die Stadtverwaltung Wassenberg einem 16-jährigen Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule in Rechnung gestellt, der Pfefferspray gegen eine Schulwand gesprüht hatte, wodurch er einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöste. Der Schüler hatte dagegen vor dem Verwaltungsgericht Aachen geklagt. Dort kam es bei einer Verhandlung am Montag nun zu einem Vergleich, über den Gerichtssprecher Frank Schafranek gestern informierte.

Anfang November 2014 war es bei 45 Schüler(innen) im Gesamtschulgebäude zu Augenreizungen und Unwohlsein aufgrund eines Reizgases gekommen, sieben Jugendliche mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zunächst war von Tränengas die Rede gewesen. Es stellte sich heraus, dass der Schüler mit Pfefferspray, das eine Mitschülerin mitgebracht hatte, einen Streifen an eine Wand gesprüht hatte.

Der Schüler, der mit 16 Jahren als strafmündig anerkannt wird, hatte geltend gemacht, dass er seine Mitschüler nicht verletzen wollte und sich auch nicht vorstellen konnte, welchen Feuerwehreinsatz er damit auslösen würde. Das erkannte das Gericht an. Die Stadt hatte den Schüler als Handelnden und deshalb nicht die Mitschülerin angeschrieben, dies aber nicht in dem Bescheid begründet. Dies sah das Gericht zwar als nicht korrekt, aber korrigierbar an. Letztlich erklärte sich der Schüler einverstanden damit, die Einsatzkosten zu bezahlen, beide Seiten tragen ihre Anwaltskosten selbst. Vor Gericht klang an, dass wohl die Haftpflichtversicherung den Schaden übernimmt, da beim Schüler kein Vorsatz vorlag.

(aha)
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