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Wassenberg
Pilgerweg - nicht nur für Kirchgänger

Wassenberg: Pilgerweg - nicht nur für Kirchgänger
Ruth Kremers aus Wassenberg entwarf die Logos für den großen und kleinen Pilgerrundweg. Vor der Oberstädter Kirche war gestern auch schon eine der Stationsstelen mit dem Programm des Pilgerfestes zu sehen. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. Als "innovatives Projekt" fördert das Bistum Aachen den Wassenberger Pilgerweg, der nicht nur die sieben Gemeinden der Pfarrei St. Marien verbinden soll, sondern auch Radtouristen und Wanderer an Stationen zum Innehalten einlädt. Von Angelika Hahn

Flyer und Logo für den "Pilgerweg" der Pfarre St. Marien Wassenberg sind fertig, und auch die ersten Stelen stehen schon an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt Oberstadt - freilich noch ohne die Wechselrahmen für die besinnlichen Texte, die Menschen zum Innehalten einladen werden. Die Stelentexte sollen bis zur Eröffnung des besonderen Radrundweges, der die sieben Wassenberger Kirchengemeinden verbinden wird, am Sonntag, 22. Mai, fertig sein.

Über den Pilgerweg und das Fest informierte Gemeindesozialarbeiterin Bärbel Windeln für den koordinierenden Caritasverband gestern mit Mitgliedern der Planungsgruppe, bestehend aus Wassenberger Caritas- und Gemeindemitgliedern, allen voran die Eheleute Martina und Karl-Heinz Jansen. Sinn und Hintergrund des besonderen Rundwegs könnte das Logo von Ruth Kremers - der Siegerin in einem kleinen Wettbewerb - nicht besser verdeutlichen: Ein schwarzer Kreis verbindet die sieben in Rot dargestellten Kirchtürme der ursprünglich selbstständigen Wassenberg Pfarren, die zum 1. Januar 2010 auf Anordnung des Bistums zur gemeinsamen Pfarrei St. Marien fusioniert wurden.

Das ging bekanntlich nicht ohne Spannungen ab. Heute sind die sieben Gemeinden, die alle ihr individuelles Profil weiter pflegen, auf einem guten Weg der Zusammenarbeit. Freilich - an der einen oder anderen Stelle hakt es noch. Dies bestätigte eine Sozialraumanalyse mit ehrenamtlichen Caritashelfern der Kirchengemeinschaft, die die örtliche Situation des Gemeindelebens unter die Lupe genommen hat. Als verbindende Idee entwickelte man einen 27 Kilometer langen, mit dem oben beschriebenen Logo gekennzeichneten "Pilgerweg" mit sieben Stationen an markanten Orten mit christlichem Hintergrund, bewusst nicht nur Kirchen. Stationen sind die Kreuzigungsgruppe am Schwanderberg in Myhl, die Stiftskirche St. Georg, die Caritas Pflegestation Am Gasthausbach, das Luchtenberger Kreuz, die Wallfahrtskirche Ophoven, die Marienkapelle in Effeld und die Birgelener Bergkirche (Friedhof). Während das in Kürze in touristischen und kirchlichen Einrichtungen ausliegende (und später auch im Internet abrufbare) Faltblatt auf die Geschichte der Stationen eingeht, geben die Tafeln christliche Anstöße zum Nachdenken oder Gebet - sie werden regelmäßig aktualisiert.

Doch damit nicht genug: Um auch alte und gehbehinderte Menschen (nahe liegen nämlich die Senioreneinrichtungen der Oberstadt) in dieses Angebot einzubeziehen, wurde zusätzlich ein kleiner Pilgerweg mit ebenfalls sieben Stationen auf neuen Wegen rund um die Oberstädter Kirche St. Mariä Himmelfahrt konzipiert, der gut mit Rollstuhl oder Rollator zu benutzen sein wird. An Kräuterbeeten und Ruheinseln wirkt auch die Malteserjugend mit, die Angebote für Jung und Alt, ausgehend vom kleinen Pilgerweg, erarbeiten will.

Ein verbindendes "niederschwelliges" Angebot, das sich nicht nur an Kirchgänger richtet, haben die Planer im Sinn. Und so hoffen sie, dass der Pilger-Radrundweg (abkürzbar und auch als Fußwanderung möglich) auch "normale" Radtouristen anzieht und zum Innehalten bewegt. Die Stadt und regionale Touristinformationen sollen künftig auch auf diesen besonderen Radweg aufmerksam machen.

Quelle: RP
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