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Wassenberg
Quartettverein - musikalische Vielfalt

Wassenberg: Quartettverein - musikalische Vielfalt
Chorleiter Hermann Kitschen (Mitte) animiert die Zuhörer in der Wassenberger Begegnungsstätte an der Pontorsonallee zum Mitsingen. Im Hintergrund singen die Mitglieder des Quartettvereins Myhl. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wassenberg. Nach der Premiere im vergangenen Jahr luden die Sänger des Quartettvereins Myhl erneut zur öffentlichen Probe ein. Zu hören war dabei schon ein Auszug aus dem Programm, das zum Geburtstag des Vereins im April zu hören sein wird. Von Daniela Giess

"Schon besser. Aber noch nicht ganz sauber. Einen Ton tiefer, bitte." Chorleiter Hermann Josef Kitschen hat hohe Ansprüche. Auch wenn Zuhörer dabei sind. Zum zweiten Mal hat der Quartettverein Myhl zu einer öffentlichen Chorprobe in die Begegnungsstätte an der Pontorsonallee eingeladen. Etwa 25 Besucher finden sich ein, um dem stimmungsvollen Liederreigen zu lauschen.

Schon jetzt bereitet sich das Ensemble auf ein festliches Ereignis vor. Das 90-jährige Bestehen des beliebten Klangkörpers soll am Sonntag, 2. April 2017, 17 Uhr, im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule gefeiert werden. Bei der Probe erlauben die 35 Hobbysänger einen kleinen Ausblick auf das bunte Geburtstagsprogramm. "Melodien zum Verlieben" steht auf dem Liederheft, in dem die Männer blättern, um dann unter anderem Peter Alexanders berühmten Evergreen "Sag' beim Abschied leise Servus" anzustimmen. "Es wird ein ganz besonderes Konzert werden", verrät Hermann Josef Kitschen. Die Werke verschiedener Komponisten sollen dabei in den Mittelpunkt gerückt werden. Auch das Aachener Salonorchester "Ach so" wird mit von der Partie sein.

Um neue Mitstreiter für den Quartettverein zu gewinnen, laden Kitschen und seine Sänger zur öffentlichen Chorprobe ein. Bei der Premiere im vergangenen Jahr stellte sich der Erfolg umgehend ein. "Wir haben ein neues Mitglied gewonnen, das auch immer noch bei uns ist." Sakrale Gesänge, "weil wir doch so viel in Kirchen singen", Volkslieder sowie Melodien aus Wien bestimmen das Programm bei der knapp eineinhalbstündigen öffentlichen Probe. Seit 34 Jahren leitet Kitschen den Quartettverein, das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 70 Jahren. "Junge Leute können wir für unser Hobby nicht begeistern. Aber es muss ja auch alles passen. Das ist bei einem 20- oder 25-Jährigen sicherlich nicht der Fall", sagt der Chorleiter überzeugt. Während die 25 Besucher bei Apfelschorle und kühlem Radler sowie freiem Eintritt dem sonntäglichen Liedergenuss lauschen, zieht Hans Meetz, der Vorsitzende des Quartettvereins Myhl, ein durchaus zufriedenes Fazit der Veranstaltung. "Wenn nur einer dadurch zu uns kommt, haben wir schon was dabei verdient. Leider haben wir aber keine Frauenquote", schmunzelt er mit Blick auf die reichlich vertretene Damenwelt.

Quelle: RP
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