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Wassenberg/Erkelenz
Radwandertag - für viele ein Muss

Wassenberg/Erkelenz: Radwandertag - für viele ein Muss
Fast 100 Fahrradfahrer gingen am Sonntagmorgen beim 24. Niederrheinischen Radwandertag in der Erkelenzer Innenstadt auf die Strecke - unter ihnen auch Bürgermeister Peter Jansen (vorne). FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg/Erkelenz. Hunderte Teilnehmer im Kreis Heinsberg starteten am Sonntag zum 24. Niederrheinischen Radwandertag. Route 42 vereinte Wassenberger Gesundheitsservice, eine Hilfarther "Tankstelle" und Navigationshilfe in Erkelenz. Von Jessica Balleer

Zwei Stunden vor dem Startschuss des 24. Niederrheinischen Radwandertags beherrschen Sommergewitter und Platzregen die Wetterverhältnisse im Kreis Heinsberg. Für Hunderte Fahrradfahrer ist das aber kein Grund, die Räder in der Garage zu lassen. Zu groß ist die Vorfreude darauf, am ersten Sonntag im Juli mit dem Fahrrad durch Wiesen, Felder und Wälder zu gleiten, die Flüsse Rhein, Rur, Maas Schwalm oder Nette und die unzähligen Wind- und Wassermühlen der Region zu passieren - bestenfalls auch Burgen, Wasserschlösser oder Bauernhöfe wieder zu entdecken. Warum ausgerechnet am Sonntag? Gabi Jansen von der Stadt Wassenberg erklärte den besonderen Reiz des jährlichen Feiertags für Radfreunde: "Der Radwandertag bringt eine Geselligkeit, ein Ankommen und freundlich Empfangen werden an den Zielorten." Das haben am Sonntag unter anderem Wassenberg, Hilfarth und Erkelenz eindrucksvoll bewiesen.

Während in Erkelenz um 10 Uhr fast 100 Fahrradfahrer ihre Tour starteten, trafen sich am Roßtorplatz in Wassenberg zunächst nur 28 Starter. Das unvorhersehbare Wetter schreckte ab. Doch wer vor allem die Routen in die niederländischen Orte anpeilte, nutzte Wassenberg als "Service-Station": Begehrt waren die gelben Aufkleber der Verkehrskontrolle, mit denen die Polizei fahrtaugliche Fahrräder beklebte. "Bremsen, Licht und die Kette schauen wir uns bei denen an, die eine freiwillige Kontrolle wünschen", sagten Willi Jansen und Manfred Kunst. Die Verkehrssicherheitsberater lobten die Radwege im Kreisgebiet: "Die Kommunen bekommen es immer besser hin, Radwege und Autoverkehr zu trennen." Das gesundheitliche "Go" gab es von den Johannitern und der Caritas, bei denen man Blutzuckerspiegel und Blutdruck kostenlos prüfen konnte. Viele folgten der Empfehlung von Bürgermeister Winkens, der für die Tour ins niederländische Vlodrop warb. Andere trafen früher oder später in Hückelhoven-Hilfarth ein, die unter Stammfahrern als perfekte "Tankstelle" gilt.

Am Haus Sodekamp-Dohmen verpflegte man sich: nicht nur frische Erdbeerschnitten und "leichte Salate mit Garnele oder Pute" hatte Inhaber Heinz Dohmen den Ankömmlingen zu bieten. Vor allem E-Bike-Fahrer peilten seinen Parkplatz in Hilfarth an, denn dort steht seit 2014 eine Strom-Tanksäule für die modernen Zweiräder.

Den wohl besten "Infopoint" fand man an der dritten Station dieser Route 42: am Alten Rathaus in Erkelenz hatten sich schon am Vormittag über 300 Durchreisende und Startende neueste Kartenmaterial und Gimmicks gesichert. Mit jeder Stunde wurden es mehr, die aus Wegberg oder Heinsberg, selbst Jüchen oder Mönchengladbach kamen. Viele hatten den Start wohl einfach nach hinten verschoben. Absagen war auch für das Ehepaar Heinrichs aus Golkrath keine Option: "Wir sind zum 24. Mal dabei, Radwandern ist eben nur einmal im Jahr." Eine gute Entscheidung: bis zum Abend blieb es bewölkt, aber trocken.

Quelle: RP
 
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