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Wassenberg
Schöne Kindheit für die "Mäuse"

Wassenberg: Schöne Kindheit für die "Mäuse"
Spagat zwischen Familie und Beruf, wie ihn viele Paare erleben: Ines und Daniel Menkhaus - hier beim Vorlesen mit ihren Kindern Elida (3) und Enno (5) - erzählen über ihren Alltag als Eltern und Berufstätige. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. Die Kleinfamilie Menkhaus steckt buchstäblich in den Kinderschuhen. Beide Eltern sind sehr dankbar über vielfältige Unterstützung. Von Nicole Peters

Wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen, kann durchaus anstrengend sein. Familiengründung, Kinder, Wohneigentum und Arbeit - Bestandteile des Alltags, für die sich der Aufwand lohnt und die das Familienmodell langfristig tragfähig machen. Für Ines (33 Jahre alt) und Daniel (38) Menkhaus war es nach ihrem Zusammenkommen keine überlegte Entscheidung, sondern selbstverständlich, Kinder zu wollen. Jetzt sind sie sehr froh, ihre zwei gesunden "Mäuse" Elida (3) und Enno (5) zu haben.

Ihnen eine schöne Kindheit zu ermöglichen, ist das nächste Ziel. Weiter möchte das Paar erst einmal nicht planen. Um die Tage strukturieren und allen Bedürfnissen gerecht werden zu können, ist bei Menkhaus durchweg Organisationstalent gefragt. Eine Situation, die nur mit Unterstützung der Großeltern zu bewältigen ist, wie beide betonen - über deren vielfältige Unterstützung sind die jungen Eltern sehr dankbar.

Daniel Menkhaus ist seit dem Jahr 2005 Berufsfeuerwehrmann in Düsseldorf. "Mit seinem 24-Stunden-Dienst haben wir keinen klassischen Alltag wie andere", erzählt die Ehefrau. Bei ihnen komme der Papa nicht wie bei anderen spät nach Hause und die Mama sei da. Statt dessen ist er tageweise abwesend, im Wechsel mit freien Zeitphasen. "Deshalb war es mir wichtig, einen freien Tag in der Woche zu haben", sagt sie, so könne sie fehlende Zeit am Wochenende mit den Kindern unter der Woche nachholen. Sie selbst arbeitet inzwischen mit reduzierter Stundenzahl im Kindergarten in Steinkirchen, zu dem sie von Geilenkirchen aus gewechselt ist. Als die Tochter ein Jahr alt war, ist die Mutter in den Beruf zurückgekehrt. Vor allem in dieser Zeit war das Einspringen der Großeltern Gold wert, erinnern sich Ines und Daniel Menkhaus. Jetzt gehen die Kinder bereits seit eineinhalb Jahren in den Kindergarten und werden mittags oder nachmittags abgeholt.

Familienzeit bedeutet für die vier, zusammen zu lesen oder wandern zu gehen, Ausflüge zu unternehmen sowie gemeinsam zu spielen. Enno baut besonders gerne mit Legosteinen und hat tags zuvor mit dem Opa einen Bagger zusammengesetzt. Ebenso haben ihm ein Spaziergang mit brennender Fackel und eine kleine Schneeballschlacht gefallen. "Ich liebe es, Schnee-Engel zu machen", verkündet er fröhlich - im Schnee zu liegen und mit dem Auf- und Abwärtsbewegen von Armen und Beinen phantasievolle geflügelte Gestalten in der weißen Pracht zu hinterlassen. Von ihrer Vorliebe für Puzzles, fürs Malen, Geschichtenhören und in der Puppenecke Spielen berichtet seine Schwester.

Und beide haben bereits einige Freunde im Kindergarten gefunden. Wenn sie an das Weihnachtsfest denken, freuen sie sich vor allem darauf, dass Großeltern und weitere Familienmitglieder zu Besuch kommen und natürlich auf die Geschenke.

Über die weiter entfernte Zukunft macht sich das Elternpaar wenig Gedanken, sagt es. "Wir leben mehr in der Gegenwart, genießen die Zeit und gucken, was kommt", beschreibt Ines Menkhaus die Haltung. "Mein Zuhause ist für mich Akku-Aufladestation", fügt Daniel Menkhaus hinzu, "falls ich mir Gedanken machen würde, wären sie negativ." Stattdessen seien sie einfach glücklich über die Unterstützung: Mit diesem Grundgerüst könnten sie die Kinder weit nach vorne bringen. "Wir möchten erst einmal gucken, dass sie eine schöne Kindheit haben, und mit der Schule wird sich auch etwas ändern", betont die junge Mutter dann doch mit der Zukunft im Blick.

Quelle: RP
 
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