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Wassenberg
Spenden bringen Krebstherapie voran

Wassenberg: Spenden bringen Krebstherapie voran
Gigantisch ist die Spendensumme - hier von den Engagierten symbolisch präsentiert -, die die IG Ophoven seit ihrer Gründung für die Kinderkrebshilfe zusammengebracht hat. IG-Gründer Wiljo Caron (4.v.l. vorn) begrüßte zur Versammlung auch Mentor Prof. Dr. Rolf Mertens aus Aachen (3.v.l.). FOTO: Uwe Heldens
Wassenberg. Die Kinderkrebshilfe Ophoven unterstützte betroffene Familien und die Forschung mit 181.420 Euro im Jahr 2015. Gefördert werden damit auch schonendere Therapien, über deren beachtliche Erfolge Professor Mertens berichtete. Von Markus Peggen

In einer kleinen Feierstunde präsentierten die Ehrenamtler der Interessengemeinschaft für krebskranke Kinder Ophoven (IGO) das Jahresergebnis für 2015: Insgesamt wurden 181.420 Euro für die kranken Kinder gesammelt. "Damit haben wir wieder, nicht zuletzt durch die vielfältigen Unterstützungen durch Vereine, Firmen und Privatspenden, ein sehr beachtliches Ergebnis erzielt", erklärte IGO-Sprecher Wiljo Caron stolz. Denn auch ohne den langjährigen und in der ganzen Region bekannten Adventsmarkt läuft die Arbeit des "harten Kerns" auf Hochtouren.

Der größte Anteil des Erlöses geht wieder direkt an den Förderkreis am Klinikum Aachen, insgesamt 161.820,20 Euro. Mit 12.500 Euro wurde die "Syltklinik" (Reha) in Wenningstedt unterstützt. Weitere 7100 flossen in die Direkthilfe vor Ort, bei der betroffene Familien schnell und unbürokratisch Unterstützung erfahren.

Seit der Gründung der IGO im Jahr 1988 wurden damit 4.524.824 Euro zusammengetragen. Diese Summen wurden und werden auf vielfältige Art und Weise verwendet. Ein Schwerpunkt dabei sei, so erklärte der Vorsitzende des Klinik-Förderkreises, Werner Harwardt, die Familienbetreuung. Rund 40 Familien mit kranken Kindern seien durchweg in dieser Betreuung. Dazu sei geplant, ergänzte die Stellvertreterin Marlies Hambücker, eine "Monitoring-Anlage" für die Kinderkrebsstation anzuschaffen. Denn Kleinkinder und Säuglinge müssten teilweise komplett kontrolliert werden. Außerdem wolle man noch einen direkten Zugang vom Spielzimmer zum Dachgarten herstellen lassen. Dabei betonte Harwardt: "Ophoven lebt und ist aktiv. Diese Hilfe und dieses Engagement zählen noch viel mehr als die Zahlen. Die Unterstützung aus Ophoven ist eine sehr große Hilfe und Stütze für alle Familien, die im Klinikum behandelt werden."

Professor Rolf Mertens, langjähriger Leiter der Kinderkrebsstation des Aachener Klinikums und Begleiter der IGO seit ihrer Gründung, berichtete von einer besonderen Studie, die ebenfalls von Ophovener Geldern mitfinanziert worden sei: Dabei geht es um eine neue Therapie, ein so genanntes Behandlungsprotokoll für eine Tumorart, die bisher nur mit einer sehr harten Bestrahlung behandelt werden konnte. Vor rund 25 Jahren, zu Beginn der Studie, starben noch die Hälfte der betroffenen Patienten, "heute leben von 160 Patienten 159", erklärte Mertens stolz und ergänzte: "Darauf dürft ihr stolz sein". Inzwischen sei diese Studie die weltweit größte für Kinder und Jugendliche überhaupt und finde auch auf der ganzen Welt Anwendung.

"Das alles wird uns motivieren, im Kleinen weiter Großes zu leisten", erklärte Wiljo Caron mit Blick auf die verbliebenen Aktiven des "harten Kerns", denen er ausdrücklich nochmals für den unermüdlichen Einsatz dankte. So wird es weiter die beliebte Reiseverlosung geben und auch auf dem Wassenberger Weihnachtsmarkt habe man inzwischen eine schöne neue Heimat gefunden mit den alten Buden vom Adventsmarkt und inzwischen sogar samt Weihnachtsbeleuchtung und "Stern von Ophoven". Sogar der Kinderexpress rolle jetzt dort über den Weihnachtsmarkt.

In wenigen Wochen wird die Kinderkrebshilfe auch wieder an Christi Himmelfahrt beim Effelder Spargelfest an einem großen Stand vertreten sein, über ihre Arbeit informieren und eine Verlosung mit attraktiven Preises anbieten.

Quelle: RP
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