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Wassenberg
Spirituelles mit Earth Song und Sinatra

Wassenberg: Spirituelles mit Earth Song und Sinatra
Die Mandolinenspielchar Myhl unter der Leitung von Martin Wallraven gab ihr Konzert in der voll besetzten Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Wassenberg. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wassenberg. In der katholischen Kirche in der Wassenberger Oberstadt bezauberte die Mandolinenspielschar Myhl ihr Publikum. Von Kurt Lehmkuhl

Der Besucherandrang war enorm. Es mussten sogar noch etliche Stühle herangeschafft werden, um in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt jedem Musikinteressierten einen Platz zu verschaffen. Die Besucher hatten ein gutes Gespür gehabt: Das Kirchenkonzert mit der Mandolinen-Spielschar Myhl hinterließ einen bleibenden Eindruck und das Gefühl, einen musikalischen Hochgenuss erlebt zu haben.

Gregor Theissen, der als Vorsitzender und im Namen des Fördervereins der Katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt die Besucher in der Wassenberger Oberstadt begrüßte, stellte die Kirche und das angrenzende Pfarrheim als Mittelpunkt des kirchlichen Lebens der Gemeinde heraus. Dass die Nutzung der Räumlichkeiten intensiv sei, bewies der gute Besuch beim Konzert eindrucksvoll. Er wünschte dem Publikum ein "anregendes und spirituelles Konzert" mit einem Programm, das für jeden etwas beinhalte.

Es werde kein gewöhnliches Kirchenkonzert werden, kündigte der Vorsitzende der Mandolinen-Spielschar, Stefan Langerbeins, an. "Es muss nicht immer das klassisch Kirchliche sein." Eingeleitet durch kurze Informationen von Langerbeins über das jeweilige Stück, präsentierte das Ensemble mit mehr als 30 Musikern eine bunte Mischung aus klassischen und modernen Werken. Dirigent Martin Wallraven gelang es, die Stimmungslage der jeweiligen Stücke durch das Orchester aufleben zu lassen, ob es nun mehr getragen bis melancholisch oder heiter und beschwingt zuging. Viele Filmmusiken erklangen im Mandolinensound, wie etwa die aus "Der Pate". Zum Teil hatte Wallraven die Werke für die Spielschar arrangiert, beispielsweise bei "River flows in you".

Eindrucksvoll interpretierte das Ensemble den "Earth Song" von Michel Jackson, in dem dessen Schmerz über die Ausbeutung der Erde erlebbar wurde. Ein Novum für die Spielschar kündigte Langerbeins mit den Worten "Jetzt wird's ernst" an, als er davon sprach, dass erstmals ein Schlagzeug durchgängig rhythmusverstärkend bei "Pirates of Zimmer" zum Einsatz käme. Dass die Musiker schnell, beschwingt und flott zu Werke gehen können, bewiesen sie bei ihrer Interpretation von "Viva la Vida" von Coldplay. Zu den Höhepunkten des Konzerts gehörte zweifelsohne "My Way" von Frank Sinatra, bei dem statt der üblichen Trompete eine Posaune zum Einsatz kam. Nicht ohne Grund wurde dieses Stück noch einmal als Zugabe gespielt, nach der das begeisterte Publikum mit stürmischem Beifall verlangt hatte.

Quelle: RP
 
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