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Wassenberg
Ständig auf der Suche nach Männern

Wassenberg: Ständig auf der Suche nach Männern
Szene aus dem Rurauentheaterstück "Drei Damen und ein toter Kater" - hier mit Butler Herbert (Michael Staschewski) und Pflegerin Ludmilla (Eva Schaum). FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg. Leichte Kost, aber nicht ganz jugendfrei: Mit ihrer Inszenierung "Drei Damen und ein toter Kater" sorgten die Darsteller des Orsbecker Rurauen-Theatervereins für viel Gelächter bei drei gut besuchten Vorstellungen in der Mehrzweckhalle. Von Daniela Giess

Die drei Schwestern Isolde (gespielt von Ruth Wientgen), Lioba (Monika Matzerath) und Miriam Schnabel (Melanie Thönnißen) sind ständig auf der Suche nach Männern. Dabei kommt es mitunter auf dem Sofa zu intimen Situationen.

Um das starke Geschlecht anzulocken, inserieren sie ein Zimmer im Orsbecker Schloss zur Untermiete. Auch Butler Herbert Senfei (Michael Staschewski) hat es nicht leicht. Der Dienstbote im schwarzen Frack kann sich gegen die Zudringlichkeiten der mannstollen Schnabel-Schwestern kaum zur Wehr setzen, klagt auch dem neuen Untermieter Albert Storch (Thomas Steinbusch) sein Leid.

Dessen Vorgänger ist überraschend gestorben. Nicht nur Albert Storch fragt sich, ob da eventuell jemand nachgeholfen hat. Ludmilla (Eva Schaum), die verwitwete Leiterin eines Pflegedienstes, trifft auf Schloss Orsbeck ein, um angeblich die drei in die Jahre gekommenen Schwestern zu pflegen. Doch sie hat es faustdick hinter den Ohren. Ludmilla wittert Geld und verlangt sogar von ihrem schwerhörigen Bräutigam Isidor (Bert Wientgen), das Anwesen der betagten Frauen zu durchsuchen.

Dass zum Schluss doch noch alles gut geht, verdanken die drei Schwestern ihrem neuen Untermieter, der das Rätsel um den mysteriösen Tod des vorherigen Untermieters lösen kann. So steht mehreren Hochzeiten nun nichts mehr im Wege. "Auch das Alter hat noch warme Tage", macht Miriam Schnabel alias Melanie Thönnißen deutlich. Als langjährige Regisseurin des Rurauen-Theatervereins begrüßte sie die zahlreichen Zuschauer und führte in das von Erich Koch geschriebene Stück ein, das für viel Begeisterung sorgte. "Ich bin ziemlich schnell grau geworden, aber das liegt nicht am Lampenfieber", flachste Melanie Thönnißen und verwies dabei auf ihre Rolle als Miriam Schnabel.

Für viel Gelächter war auch gesorgt, weil die Orsbecker Hobbymimen für reichlich Lokalkolorit sorgten. So unterstellten sie ganz abschätzig einigen Beteiligten eine Herkunft aus der Wassenberger Ober- oder Unterstadt, gar aus dem benachbarten Effeld oder Selfkant.

Mit offenem Kamin und Standuhr deutete das Ensemble das mondäne Ambiente auf Schloss Orsbeck an, das die drei Schwestern mitsamt Butler Herbert von ihren Eltern geerbt hatten. Schon seit dem Frühjahr wurde fleißig geprobt. In der Pletschmühlen-Scheune ihrer Mitspielerin Ellen Gerighausen, die in diesem Jahr pausiert, finden die wöchentlichen Proben-Abende statt.

Mit viel Applaus wurden die Darsteller für die überaus gelungene Aufführung des Lustspiels in drei Akten belohnt.

Quelle: RP
 
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